Im September findet die Bürgermeisterwahl statt

Jahresausblick Calden: Planungen für Gewerbegebiet laufen

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Der alte Flughafen in Calden soll in ein Gewerbegebiet umgebaut und somit für Firmen attraktiv werden. 

Der Jahresbeginn bietet Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu werfen: Welche größeren Aufgaben stehen in den Kommunen in den nächsten Monaten an? Heute geht es um Calden.

Es wird viel geplant, aber es wird auch viel umgesetzt in Calden. Neben dem Großprojekt Bäumeviertel in Meimbressen, das sich über mehrere Jahre erstrecken soll, stehen die Erschließung neuer Baugebiete und die Bürgermeisterwahl an.

Airport-Gewerbepark

Der alte Flugplatz ist frei, seit der neue 2013 gebaut wurde. Die rund 60 Hektar stehen als Gewerbegebiet zur Verfügung. Für die Anteilseigener des alten Flughafens, zu denen der Landkreis, die Stadt Kassel und die Gemeinde Calden gehören, stand fest, dass sie das Gebiet erschließen und vermarkten werden. „Allein könnte die Gemeinde Calden das gar nicht stemmen“, sagt Bürgermeister Maik Mackewitz. Der ganze Bereich müsse an die Kanalisation angeschlossen werden.

Auch die innere Erschließung – wie Straßen, die gemacht werden müssten – sei wichtig, damit die Grundstücke vermarktet werden können. Kreis und Stadt Kassel sowie die Gemeinde Calden haben die Hessische Landesgesellschaft damit beauftragt.

Bagger werden laut Mackewitz in diesem Jahr noch nicht rollen: „Es wird schon viel gearbeitet, aber für die Bevölkerung ist es eben noch nicht sichtbar.“

Bäumeviertel

„Das meiste Geld wird über mehrere Jahre, also bis circa 2024/2025, in das sogenannte Bäumeviertel in Meimbressen fließen“, sagt Mackewitz. Dort müssen die Straßen von Grund auf saniert werden. Das Siedlungsgebiet sei in die Jahre gekommen. Die Instandsetzung wird in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt.

Insgesamt muss die Gemeinde ein Volumen von 3,7 Millionen Euro aufbringen. „Das können wir natürlich nur auf mehrere Jahre strecken, weil wir nicht in der Lage sind mit unseren Mitteln, so eine Investition zu beschleunigen“, sagt Mackewitz. Pro Jahr wende die Gemeinde im Finanzhaushalt ungefähr 1,1 bis 1,4 Millionen Euro auf. „Ein Teil wird auch wieder durch die Bürger bezahlt werden müssen, weil wir die Straßenausbaubeiträge noch haben“, erklärt er weiter.

Feuerwehrhaus

Das Feuerwehrhaus in Obermeiser war schon im Jahresausblick für 2019 ein Thema. Das Gebäude, in dem die Sparkasse untergebracht war, hat man inzwischen erworben. „Wir sind nun mit den Planungen für den Umbau und den Anbau beschäftigt. Der Architekt arbeitet schon“, erklärt Mackewitz. Die Gemeinde hatte die Planungen auf zwei Jahreshaushalte aufgeteilt. Schon vor zwei Jahren wurde Geld dafür in den Haushalt eingebracht, sagt Mackewitz. Das ehemalige Sparkassen-Gebäude soll umgebaut, und an das Feuerwehrhaus soll eine Halle angebaut werden. Insgesamt werden Kosten von 350.000 Euro entstehen.

Dazu soll noch ein Feuerwehr-Fahrzeug für Meimbressen kommen. „Das wird 165.000 Euro kosten. Wir rechnen dafür mit einer Förderung von 55.000 Euro“, erklärt Mackewitz. Von einer Fertigstellung in diesem Jahr geht man aus.

Bald soll es losgehen: Der Anbau für das Feuerwehrhaus und der Umbau der ehemaligen Sparkasse in Obermeiser stehen in diesem Jahr an.

Baugebiete

Bauen ist ein großes Thema in Calden. Da soll einiges passieren, wie Mackewitz versichert: „Wir haben mit der Raiffeisenbank Hessen Nord einen Investor, der in Fürstenwald 30 Bauplätze anbieten wird.“ Die Gemeinde ist in die laufende Bebauungsplanung miteinbezogen. In diesem Jahr soll dieses Baugebiet vermarktet werden.

In Calden sind private Initiativen geplant. Rund 20 Bauplätze sollen auf zwei Gebieten entstehen. Das ist zum einen „Am Hang in Richtung Burguffeln und Kirschhöhe“, berichtet Mackewitz.

Langfristig hat die Gemeinde vor, noch größere Baugebiete in Calden anzubieten. Die Nachfrage sei dahingehend hoch. Vor allem konzentriere sie sich auf den Kernort Calden, weil „dieser gefühlt immer näher an Kassel heranrückt“, sagt Mackewitz. Man versuche es deswegen erst einmal mit einer Ortsverdichtung. Fürstenwald sei sehr gefragt, da dort die Anbindung an die Bahn gut sei.

Kinderbetreuung

In Calden ist absehbar, dass die Kinderbetreuung ausgeweitet werden muss. „Das liegt an der guten Geburtenrate“, sagt Mackewitz. Der Bedarf sei dementsprechend. Folglich würde dies auch eine hohe Finanzierung bedeuten. Das Kinderhaus in Calden benötige in naher Zukunft mehr Räume und somit auch Personal. „Darauf müssen wir uns gedanklich schon einmal vorbereiten“, sagt der Bürgermeister. In diesem Jahr werde noch nicht gebaut, aber die Planung auf den Weg gebracht.

Bürgermeisterwahl

Der Termin für die Wahl des Bürgermeisters hatte Mackewitz schon im Dezember in einem Gespräch mit unserer Zeitung bekannt gegeben. Die Caldener Bürger sind am 27. September dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Eine mögliche Stichwahl ist auf den 18. Oktober datiert. Ob Mackewitz erneut kandidieren wird, will er laut eigener Aussage Anfang März bekannt geben. Potenzielle Bewerber für das Amt wurden von den Parteien noch nicht publik gemacht.

Glasfaser

Der Netzausbau in der Kernstadt und in den Ortsteilen schreitet voran. Die Gesamtlaufzeit des Glasfaserausbaus wird voraussichtlich bis Ende Juni 2020 andauern, teilte das Unternehmen Deutsche Glasfaser auf Anfrage mit. Wenn alle Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, soll mit der Erneuerung der Bürgersteige begonnen werden, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurden.

„Die Kosten für die Instandsetzung betragen zwischen 200.000 und 250.000 Euro“, sagt Mackewitz. Die Sanierung werde aber nicht sofort überall klappen, „weil wir das Geld aus dem laufenden Haushalt erwirtschaften müssen“, sagt der Bürgermeister.

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