Quizfragen sind besonders beliebt

Jugendzentrum Grebenstein setzt in Corona-Zeiten auf digitale Inhalte

Sie kreiert am Computer neue Ideen: Lisa Klette, Jugendleiterin des Juz in Grebenstein, hat zusammen mit Praktikantin Veronika Glück seit dem Lockdown viele digitale Angebote für die Jugendlichen erstellt.
+
Sie kreiert am Computer neue Ideen: Lisa Klette, Jugendleiterin des Juz in Grebenstein, hat zusammen mit Praktikantin Veronika Glück seit dem Lockdown viele digitale Angebote für die Jugendlichen erstellt.

Eigentlich wäre zurzeit im Grebensteiner Jugendzentrum (Juz) ordentlich was los. Lachende und plappernde Jugendliche, die sich mit Karten- und Brettspielen vergnügen.

Grebenstein - Wegen der Coronakrise ist auch hier nichts so, wie es sonst ist. Seit November hat die Einrichtung geschlossen, ein Zusammentreffen der jungen Menschen findet somit nicht mehr statt.

Deswegen hat sich Jugendpflegerin Lisa Klette zusammen mit Praktikantin Veronika Glück einiges einfallen lassen, damit die Jugendlichen in dieser schwierigen Zeit ein wenig Abwechslung haben – und zwar in digitaler Form. Zum einen sind da unterschiedliche Quizfragen, die die jungen Menschen auf dem Instagram-Kanal des Juz (juz_grebenstein) beantworten können. Dort finden sich Fragen wie „Wie viel Prozent der Deutschen heißen Müller?“ oder es wird gefragt, aus welchem Jahr die Burg Grebenstein stammt. „Da machen nicht nur die Jugendlichen mit, es folgen uns auch viele Eltern“, sagt Klette.

Gewusst? Richtig ist die Antwort A: Georges Stern. Screenshot: nela müller

Außerdem gibt es in regelmäßigen Abständen Wettkämpfe. Und die sind ganz unterschiedlich: „Wir fordern die Jugendlichen beispielsweise auf, uns Fotos von ihrem Lieblingsort zu schicken, etwas Bestimmtes zu basteln oder ein lustiges Bild von ihren Haustieren zu machen“, erklärt Lisa Klette. Zudem bietet die Jugendleiterin einen Podcast an. In „Lass es raus“ kommen die Jugendlichen zu Wort und erzählen beispielsweise, wie sie mit dem momentanen Lockdown umgehen.

Wichtig ist Lisa Klette vor allem, dass die jungen Menschen auch witzige und positive Nachrichten erreichen. „In Zeiten wie diesen muss man auch deutlich zeigen, dass es auch gute Neuigkeiten gibt. Und Witze heitern nochmal auf“, betont sie.

An vielen weiteren Ideen und deren Umsetzungen arbeiten Klette und Glück momentan. Nebenbei haben sie die Zeit genutzt, um im Jugendzentrum etwas umzubauen und neu zu dekorieren.

Gemeinsame Nachmittage können im Juz zwar nicht stattfinden, die Beratungsangebote vor Ort hat Lisa Klette jedoch nicht eingestellt. Denn gerade in Zeiten von Corona sei es wichtig, den Jugendlichen ein offenes Ohr zu bieten.

„Manche haben große Probleme mit Homeschooling, andere haben familiäre Probleme. Viele wollen auch nicht die ganze Zeit zuhause sein“, erklärt die junge Frau. Und auch, wenn sie die Jugendlichen über das Handy erreichen können, ersetze das nicht den eigentlichen Kontakt.

Zwischen 20 und 30 Jugendliche, schätzt Klette, hätten schon das direkte Gespräch mit ihr im Juz gesucht. Und nicht nur die: „Es sind auch junge Familien, die vorbeikommen. Genauso wie Eltern, die sich Sorgen machen. Sie lassen sich dann gerne beraten.“ (Nela Müller)

Den aktuellen Podcast zu „Lass es raus“ finden Sie unter zu.hna.de/podcast

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.