Mehr Kinder in Grebenstein – Zweigeschossiges Gebäude soll entstehen

Kindergarten soll abgerissen und neu gebaut werden

Mehr Platz für Kinder: Etwa 200 Kinder besuchen derzeit den Grebensteiner Kindergarten. Die vorhandenen Räume reichen zum Bedauern von Kita-Leiterin Virginia Heber aber nicht aus. Ein Abriss von Haus I und ein zweigeschossiger Neubau sollen Abhilfe schaffen.
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Mehr Platz für Kinder: Etwa 200 Kinder besuchen derzeit den Grebensteiner Kindergarten. Die vorhandenen Räume reichen zum Bedauern von Kita-Leiterin Virginia Heber aber nicht aus. Ein Abriss von Haus I und ein zweigeschossiger Neubau sollen Abhilfe schaffen.

Die Kindertagesstätte in Grebenstein ist zu klein. Um mehr Platz zu schaffen, soll das etwa 50 Jahre alte Haus I am Sauertalsweg abgerissen werden.

Grebenstein – Vermutlich wird es durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt.Den ersten Beschluss in diese Richtung fassten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montag. Bevor der endgültige Beschluss zum Neubau fällt, müssen aber die Kosten ermittelt werden. Schon seit Längerem stößt die Kindertagesstätte an ihre Kapazitäten. Schon vor einem Jahr beschloss das Parlament daher, eine Erweiterungsmöglichkeit am Sauertalsweg, dem Standort von Haus I und II, zu schaffen. Grund für die zunehmende Nachfrage ist, dass immer häufiger auch unter Dreijährige zum Kindergarten gebracht werden. Hinzu kommt, so Bürgermeister Danny Sutor, dass seit 2020 die Zahl der Kinder in Grebenstein steigt. Der Trend werde sich fortsetzen, da die Stadt neues Bauland ausweist.

Für den Neubau gab es zunächst zwei Alternativen: einen Anbau in Richtung Netto-Markt oder ein neues Gebäude im parkähnlichen Freigelände hinter dem Kindergarten. Bei einem Ortstermin kam dann aus Reihen des Kindergartenpersonals der Vorschlag, das Gebäude I abzureißen. Bei den Kommunalpolitikern stieß das auf breite Zustimmung.

Haus I, so Bürgermeister Sutor, sei in die Jahre gekommen. Die Räume entsprechen nicht mehr heutigen Standards. Auch energetisch sei es nicht auf dem aktuellen Stand. Wenn man es durch einen zweigeschossigen Neubau ersetze, könne man genug Raum für die Kinder schaffen und habe ein zeitgemäßes Gebäude. Überlegungswert sei, ob in dem neuen Haus dann auch die beiden Gruppen aus Haus III (Obere Hofstraße) untergebracht werden könnten.

In der Stadtverordnetenversammlung zeichnet sich eine breite Mehrheit für einen Neubau ab. Das Parlament beschloss einstimmig, die Kosten für Abriss und Neubau zu ermitteln. Bei den Kosten sollen beide Varianten – mit und ohne Integration der beiden Haus III-Gruppen – ermittelt werden.

Keine Mehrheit fanden Erweiterungsanträge von CDU und FDP: Die Union wollte die Verwaltung beauftragen, sich schon auf dem Markt umzusehen, um gegebenenfalls Container zu kaufen, wo die Kinder während der Bauphase untergebracht werden; die Liberalen wollten, dass die Kosten für die Sanierung von Haus I ermittelt werden.

Beides sei nur zusätzliche Arbeit für die Verwaltung, wies die SPD die Anträge zurück. Container wolle man nicht kaufen, sondern, wie beim Wasserschaden in Haus II mieten. Und wenn man ohnehin neu baue, müsse man nicht die Kosten für eine nicht gewollte Sanierung ermitteln. (Michael Rieß)

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