Halbes Jahr lang Halteverbot

Grebenstein: Kindergarten-Container blockieren Parkflächen

Hier stehen bald Kindergarten-Container: Der Parkplatz ist für Autos gesperrt. Foto: Gewert

Grebenstein. Container mit einer Fläche von 320 m² stehen künftig auf dem Parkplatz vor der Sporthalle in Grebenstein. Denn im Kindergarten ist Schimmel nachgewiesen worden.

Kinder und Erzieher der Kindertagestätte werden deshalb in Container verlegt. Die Stadt Grebenstein habe mehrere Alternativen für den neuen Container-Kindergarten geprüft.

Diese seien aber nicht infrage gekommen, wie Bürgermeister Danny Sutor auf HNA-Anfrage mitteilte. Die Container stehen gegenüber des Kindergartens, so können sie weiterhin das Spielgelände draußen nutzen. Lehrer, Sportler, Karnevalisten, Eltern und Gäste nutzten das Gelände bisher zum Parken.

Ab Montag ist hier absolutes Halteverbot; ein halbes Jahr lang. Solange wird der Kindergarten renoviert.

Danny Sutor

Stadtverordneter, Mitglied des Tuspo und Leiter der Handballspielgemeinschaft HSG Karl-Klaus Thöne ist der Meinung, die Situation sei schlecht, aber nicht zu ändern: „Wir müssen damit leben.“ Vor allem bei großen Veranstaltungen in der Sport- oder Kulturhalle ist jetzt schon nicht genügend Platz da.

Langsam wird es eng. Alternative Parkplätze sind einige Meter, teils mit einem Fußweg von fünf bis zehn Minuten, entfernt. Ausweichmöglichkeiten gibt es laut Danny Sutor gleich in der Nähe bei einer Unterführung der Bundesstraße 83 und bei einem Wohnmobilstellplatz.

Die Lehrer sehen die Park-Situation entspannt. Wolfgang Burghardt, Leiter der Gesamtschule Grebenstein, sieht keine Probleme und sagt: „Wir werden damit leben können. Die Stadt stellt uns Parkplätze auf dem Nettomarkt zur Verfügung.“

Auch Karnevalist Erik Lehnebach ist mit den Ausweichmöglichkeiten einverstanden. Zwar müssen die Gäste nun durch den Stadtpark zur Kulturhalle laufen und haben nicht länger einen kurzen Weg, doch „es ist halt so“.

Nicht alle sind ganz überzeugt von der Lösung. Sportler, die schwere Taschen schleppen müssen zum Beispiel. Sporttrainer Eberhard Davin sagt: „Die Situation ist sehr belastend. Der Zustand ist nicht akzeptabel. Das ist meine Meinung. Ich spreche hier nicht für die SHG.“

Die Straße, in der sich das Gelände befindet, sei schmal, die Alternativen schlecht beleuchtet, weiter weg und hinzu käme auch der Sicherheitsaspekt, so Davin.

Von Marie-Therese Gewert

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