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Der Kindergarten Grebenstein veranstaltete eine Vernissage

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Von: Denise Dörries

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Die gebastelten Kleiderschränke werden von Ella Gümbel, Nik Fischer, Penelope Kunz und Jarno Gibhart (von links) präsentiert.
Die gebastelten Kleiderschränke werden von Ella Gümbel, Nik Fischer, Penelope Kunz und Jarno Gibhart (von links) präsentiert. © Denise Dörries

Was ist eigentlich Kunst? Genau diese Frage stellte sich der Kindergarten in Grebenstein anlässlich der documenta in Kassel. Sechs Wochen arbeiteten die Erzieher mit den Kindern an ihren Kunstprojekten.

Grebenstein – In der vergangenen Woche veranstaltete der Kindergarten für die Eltern eine Vernissage, um die Kunstwerke der Kinder zu präsentieren. Da gab es von Geburtstagsstühlen über Würmerschmetterlinge bis hin zu Wachsmalbildern einiges zu entdecken.

Knapp 210 Kinder, aufgeteilt in zehn Gruppen, besuchen die Kindertagesstätte. „Wir setzen unseren Schwerpunkt auf Partizipation, das bedeutet: Die Kinder dürfen so viel wie möglich mitentscheiden“, sagt Jana Schaale-Freyth, Leiterin der Kindertagesstätte.

Auch für das Kunstprojekt war dies der entscheidende Punkt, denn die Kinder durften selbst aussuchen, was sie basteln, malen oder gestalten möchten. Mit als erstes waren die Gruppen Kunterbunt, Regenbogen, Elefant und Igel an der Reihe. Im Gebäude und auf dem Außengelände wurden die Kreationen der Kinder aufgebaut.

Bekannte Künstler als Inspiration

Die Regenbogengruppe beschäftigte sich mit Werken von bekannten Künstlern. So wurden beispielsweise Kunstwerke von Kandinsky, Hundertwasser und Pollock nachgestellt. „Kandinsky arbeitete viel mit Formen. Ein Kind hat daraufhin stolz erzählt, zum ersten Mal ein Dreieck gemalt zu haben“, berichtet Cordula Thiele, die als Erzieherin in der Regenbogengruppe arbeitet.

Die Elefantengruppe arbeitete an sogenannten Geburtstagsstühlen, Anhängern aus Salzteig mit getrockneten Blüten und Bildern mit geschmolzenem Wachsmalstift. „Es war total schön, zu sehen, wie kreativ die Kinder sind“, sagt Franziska Koch, Erzieherin der Gruppe. Die Gruppe Kunterbunt kreierte Steinbilder aus Naturmaterialien und selbst gebastelte Kleiderschränke.

Stolz auf ihre Geburtstagsstühle: In der vorderen Reihe sind von links Greta Nebenführ, Mathilde Locker und Felix Nebe zu sehen. Auf dem Geburtstagsstuhl sitzt Edgar Nickel, er wurde an diesem Tag sieben Jahre alt.
Stolz auf ihre Geburtstagsstühle: In der vorderen Reihe sind von links Greta Nebenführ, Mathilde Locker und Felix Nebe zu sehen. Auf dem Geburtstagsstuhl sitzt Edgar Nickel, er wurde an diesem Tag sieben Jahre alt. © Dörries, Denise

Raupen als Kunstprojekt

Das Projekt der Igelgruppe entstand aus einer Tüte Raupen. „Eine Tüte Würmerschmetterlinge“, riefen die Kinder. Bei diesem Projekt konnten sie beobachten, wie sich die Raupen verpuppten und mit der Zeit zu schönen Schmetterlingen entwickelten. Das Projekt hat die Gruppe in Bildern festgehalten.Lara aus der Igelgruppe, Tom aus der Regenbogengruppe und Gloria aus der Gruppe Kunterbunt sind sich einig: „Das hat großen Spaß gemacht.“

Auch die Erzieherinnen gaben einen positiven Ausblick. „Die Kinder haben ein Selbstbewusstsein entwickelt, stolz auf ihre Ergebnisse zu sein“, sagt Franziska Koch. Zur Frage, was Kunst eigentlich sei, ist Cordula Thiele sicher, dass die Kinder ein Kunstverständnis entwickelt haben. Denn wer selbst malt, werkelt und und gestaltet, weiß wie viel Herzblut darin stecken kann. (Denise Dörries)

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