Kleine Bühne 77 zeigt Geschlechterkampf

Oh weh, die Sache mit dem Haushalt: Drei Pärchen wagen ein Experiment. Auf den Bühnenbrettern stehen für die Komödie „Putzfrauen & Waschlappen“(von links) Jasmin Trüber, vorne Dennis Waßmuth, Johannes Hoffmann, dahinter Annika Meißner, Steffen Diegler und Nicole Berkemeyer. Fotos: Binienda-Beer

Burguffeln. Männer, Frauen und ihr gemeinsamer Haushalt: Dem Thema lässt sich durchaus auch mit Humor begegnen, wie die Kleine Bühne 77 Burguffeln unter Beweis stellen will.

Die Gruppe der jungen Erwachsenen verspricht für ihre neue Spielzeit einen „Geschlechterkampf in drei Akten“. Morgen, Freitag, ist Premiere der Komödie „Putzfrauen & Waschlappen“ aus der bewährten Feder von Bühnenautor Rolf Sperling.

„Wenn die Leute so viel lachen wie wir bei den Proben, dann werden sie mit Bauchschmerzen nach Hause gehen“, kündigt Johannes Hoffmann augenzwinkernd an. Nach neun Jahren Bühnenabstinenz wird der junge Darsteller ebenso sein Comeback feiern wie seine Mitspielerinnen Nicole Berkemeyer und Annika Meißner, die 2005 zuletzt bei einem Kinderstück der Kleine Bühne 77 zu sehen waren.

Worum es geht in der aktuellen Produktion der Jungen: Drei verheiratete Pärchen, seit langem befreundet, sitzen abends bei einem gemütlichen Plausch zusammen. Aus anfänglichem Gestänkere, was die Männer wohl täten ohne ihre putzfreudigen und ordnungsliebenden Partnerinnen, entwickelt sich eine Wette. Gelingt es wohl den Kerlen, in Abwesenheit ihrer besseren Hälften den Haushalt eine Woche lang in Schuss zu halten?

Sechs Charaktere stellen sich der Prüfsituation: Monika (Annika Meißner) ist die Verständnisvolle an der Seite von Michael (Dennis Waßmuth), dem Zufriedenen. Die selbstbewusste Kathrin (Jasmin Trüber) hat ihren Mann Klaus (Johannes Hoffmann), eher ein Weichei, nach ihren Wünschen erzogen. Dann sind da noch Anna (Nicole Berkemeyer), die ihre Unsicherheit mit viel Gerede und übertriebenem Handeln zu übertünchen versucht, und ihr Robert (Steffen Diegler), der Harmoniesüchtige. Das Experiment kann beginnen.

Als Regisseurin führt Heike Scholtz, Anhängern der Kleine Bühne 77 als langjährige Spielerin bestens bekannt, die junge Truppe zum Erfolg. Die Aufgaben der Maskenbildnerin übernimmt Heike Scholtz gleich mit.

Das Publikum darf sich auf köstliche Unterhaltung in aufwändiger Kulisse freuen. Zwei Bühnenbilder haben enorme Vorarbeit verlangt. Geplant von Walter Böker und ausgeführt von Thomas Caspary mit Unterstützung von Rainer Rommel spielen die Akteure zunächst in einem Wohnzimmer, später auf der dann geteilten Bühne in zwei echten Küchen.

Nach der Generalprobe am Dienstag fiebern Darsteller und fleißige Helfer im Verborgenen der morgigen ersten Aufführung entgegen. Fünf weitere werden folgen. (pbb)

Von Dorina Binienda-Beer

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