Briefwahl sorgt für viel Post

Großteil der Stimmzettel für Kommunalwahl bereits ausgefüllt

Reichlich Arbeit: Mitunter stündlich wurden die Briefkästen vor den Rathäusern geleert, um Platz für die Briefwahlumschläge zu schaffen. Unser Bild zeigt Hausmeister Martin Neth bei der Leerung in Hofgeismar.
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Reichlich Arbeit: Mitunter stündlich wurden die Briefkästen vor den Rathäusern geleert, um Platz für die Briefwahlumschläge zu schaffen. Unser Bild zeigt Hausmeister Martin Neth bei der Leerung in Hofgeismar.

In den Wahllokalen wird es am Sonntag voraussichtlich eher ruhig zugehen. Der Grund: Die meisten Wähler haben ihre Stimme wohl schon abgegeben.

Kreisteil Hofgeismar - Darauf weist die Zahl der Briefwahlunterlagen hin, die von den Bürgern beantragt wurden. Vor manchen Rathäusern quollen die Briefkästen fast über, so stark war zeitweise der Rücklauf.

Mehrmals täglich mussten die Briefkästen vor den Rathäusern geleert werden, damit die großen, orangefarbenen Umschläge Platz fanden. In zahlreichen Orten gab es sogar Hinweise von Bürgern, dass die Kästen voll sind. Als problematisch erwies sich dabei die Stabilität des Umschlags. „Wenn sich ein Umschlag quer stellt und aufrecht im Briefkasten steht, fallen die anderen nicht mehr nach unten“, schildert Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor das Problem anschaulich. Die Folge: Die nächsten Wahlumschläge fielen nicht mehr in die sichere Tiefe des Briefkastens, sondern konnten nach dem Einwurf über den Schlitz locker wieder herausgeholt werden.

Das Problem gab es fast überall. Mitunter stündlich wurden die Briefkästen vor den Rathäusern geleert. Vor allem am Wochenende war dies nötig, da viele nach Ausfüllen der Stimmzettel einen Spaziergang mit der Abgabe des Wahlumschlags verbanden. Aufgrund der hohen Zahl von Briefwählern werden am Sonntag in den Wahllokalen wohl nur noch wenige Wähler ihre Stimmen abgeben. Sie finden alle Ergebnisse zur Kommunalwahl Kassel in unserem Liveticker.

Die Hauptarbeit für die Wahlhelfer beginnt dann nach Schließung der Wahllokale, wenn es gilt, die Stimmen auszuzählen. Vorrang hat dabei die Landratswahl. Hier werden gegen 19 Uhr die ersten Ergebnisse erwartet. Eine Stunde später wird vermutlich feststehen, wer die Nachfolge des nicht mehr kandidierenden Landrats Uwe Schmidt antritt – oder, dass es eine Stichwahl gibt.

Nach der Landratswahl werden die Stimmen für die Stadt- und Gemeindeparlamente, dann die für den Kreistag und schließlich die Ortsbeiräte ausgezählt. Allein in Hofgeismar stehen dafür zwölf dreiköpfige Zählteams bereit. Ergebnisse für die Gemeindeparlamente werden für Montagnachmittag erwartet. (Michael Rieß)

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