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Krippe soll in Neubau von Stadt- und Schulbibliothek in Grebenstein ziehen

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Von: Hanna Maiterth

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Neues Gebäude zwischen Kindergarten und Schule: Die Räume für die Krippenkinder sollen ausgelagert werden und in den geplanten Neubau der Stadt- und Schulbibliothek ziehen.
Neues Gebäude zwischen Kindergarten und Schule: Die Räume für die Krippenkinder sollen ausgelagert werden und in den geplanten Neubau der Stadt- und Schulbibliothek ziehen. © Hanna Maiterth

Eine Lösung für den Platzmangel im Grebensteiner Kindergarten ist gefunden. Die Krippe soll in einen Neubau ausgelagert werden.

Grebenstein - Der Vorschlag kam von der Stadtverwaltung und wurde am Montagabend von den Stadtverordneten mehrheitlich angenommen.

Für die neuen Räume greift die Stadt Grebenstein auf ein bestehendes Vorhaben zurück: den Neubau der Stadt- und Schulbibliothek, wie Bürgermeister Danny Sutor berichtete. Damit hat sie außerdem den Landkreis Kassel an seiner Seite. Erst Anfang März habe eine Besprechung mit dem Landkreis stattgefunden, erklärte Sutor. „Dabei wurde ein gemeinsames Gebäude mit Krippen-Kita angeregt, um so Synergien für alle Träger zu erzeugen. Erfreulicherweise zeigte sich der Landkreis Kassel dieser neuen Situation gegenüber sehr offen.“

In dem Neubau sollen nicht nur Stadt- und Schulbibliothek unter einem Dach vereint werden, der Landkreis möchte zusätzliche Räume für die Betreuung der Schulkinder schaffen. Dementsprechend soll zwischen den beiden Schulen und dem Kindergarten gebaut werden.

Für diese erste Version hatten Verwaltung und Stadtverordnete bereits Geld im Haushalt 2023 eingeplant. Kosten sollte der Bau des Gebäudes demnach insgesamt 900 000 Euro. Den Eigenanteil in Höhe von 166 400 Euro wollte die Stadt Grebenstein über den Verkauf des Grundstücks finanzieren. Den restlichen Betrag sollte der Landkreis übernehmen.

Mit dem Einzug der Krippe werden sich nun auch die Ausgaben ändern. Da in der Vergangenheit ein separater Kita-Neubau im Gespräch war, verwies der Bürgermeister auf die Vorteile der Kooperation. So würden nun Planungs- und Baukosten geteilt.

Angesichts des ungebrochen steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen, begrüßten die Grebensteiner Fraktionen zwar den Plan, blieben aber auch kritisch. So sei es sinnvoll, Synergieeffekte zu nutzen, erklärte Christiane Leck (Grebenstein Direkt). Sich nur auf die Krippe zu fokussieren, jedoch nicht. „Eine maximale Nutzungsflexibilität hätten wir bevorzugt.“

Die Ausgliederung bringe den Kindergartenkindern sicherlich Entspannung, sagte Elisa Winter (SPD). Sie bedauerte aber, dass mit der Kooperation Verantwortung abgegeben werde. Melanie Burghardt (CDU) erklärte: „Wir können uns sehr gut damit anfreunden.“ Gleichzeitig mahnte sie, der Renovierungsbedarf am Kindergartengebäude dürfe auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.

Heike Giede-Jeppe (FDP) verwies darauf, dass noch nicht klar ist, welche Kosten auf die Stadt zukommen. „Ich hoffe, die unendliche Geschichte von Kiga-Neu- oder -Umbau findet nun ein Ende.“ (Hanna Maiterth)

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