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Künstler wollen sich vernetzen

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Von: Hanna Maiterth

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Ein Mann mit Mütze steht vor einer alten Burgmauer und hält einen Briefbogen in der Hand.
Per Fragebogen will die Arbeitsgemeinschaft Grebensteiner Vereine (AGV) um Albrecht Wilke eine Datenbank der Kulturschaffenden erstellen. © Hanna Maiterth

Musiker und andere Kulturschaffende in Grebenstein wollen enger zusammenarbeiten.

Grebenstein. Musiker, Künstler, Laienschauspieler und Museen gibt es im Stadtgebiet Grebenstein einige. 27 stehen bereits auf der Liste der Arbeitsgemeinschaft Grebensteiner Vereine (AGV). Einige agieren alleine, andere in Gruppen und einige werden von der Öffentlichkeit nur am Rande wahrgenommen. Das will die AGV um den Vorsitzenden Albrecht Wilke ändern. „Wir wollen die kulturellen Akteure vernetzen und die Zusammenarbeit fördern“, sagt Wilke.

Mehr Rahmenprogramm

Auf lange Sicht erhoffen sich die Mitglieder nicht nur mehr Veranstaltungen in Grebenstein Schachten, Burguffeln und Udenhausen. Es gehe auch darum, bestehende Veranstaltungen um ein kulturelles Rahmenprogramm zu erweitern. Eine „Datenbank der Kulturschaffenden“ soll dabei helfen. Gedacht ist sie für alle. Vereine, Gruppen, Privatpersonen und kommerzielle Anbieter sollen sich dort präsentieren können. Weil die Datenbank öffentlich sein wird, haben Bürger, Veranstalter und auch die Kulturschaffenden selbst wiederum die Möglichkeit, sich einen Überblick über das kulturelle Leben in der Kernstadt und seinen Ortsteilen zu verschaffen und Kontakt aufzunehmen.

Neue Datenbank

Der Idee, eine Datenbank anzulegen, ist vergangenes Jahr entstanden. Im Zuge der Neuausrichtung der AGV. „Lange haben wir nur das Vereinsleben koordiniert“, so Wilke. Nun wolle der Verein aber stärker in die Rolle eines Dienstleisters schlüpfen. Die kulturellen Akteure zusammenbringen, Ideen fördern und bei der Umsetzung unterstützen. Die Mitglieder der AGV arbeiten perspektivisch darauf hin, dass Kulturveranstaltungen im Stadtgebiet Grebenstein auch direkt von den Machern initiiert werden. „Wir hoffen, es verselbstständigt sich im Laufe der Zeit“, sagt Wilke. Auf diese Weise könnten nicht nur neue Ideen eingebracht werden, auch die Organisationsarbeit verteile sich dann auf mehrere Schultern.

Gebremster Start

Den Plan zu diesem neuen Ansatz habe es schon länger gegeben. „Corona hat uns bei der Umsetzung ausgebremst“, blickt Wilke zurück. Die ersten Treffen, bei denen sich auch Mitglieder aus der Stadtpolitik einbrachten, konnten deshalb erst 2022 stattfinden. Gestartet waren sie mit einem Austausch über den aktuellen Stand der kulturellen Angebote in Grebenstein. Auch Möglichkeiten und Schwierigkeiten aus Sicht der Kulturschaffenden seien thematisiert worden. „Sich zu vernetzen, fanden alle gut. Die Datenbank soll die Grundlage dazu bilden“, sagt Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, Daniel Klein (GsD).

Neuer Fragebogen

Dafür wurde nun eigens ein Fragebogen entwickelt. Neben den Kontaktdaten werden Schaffensbereiche, Zielgruppen und auch Mitmachangebote erfragt. Die Palette der Akteure solle möglichst breit sein, sodass für jedes Alter etwas dabei ist. Zu finden ist der Fragebogen im Internet auf der Startseite der Stadt Grebenstein. Bereits bekannte Akteure haben die Mitglieder der AGV schon kontaktiert und erste Rückmeldungen liegen vor. „Das Interesse ist da“, sagt Wilke.

Erste Pläne

Erste konkrete Beteiligung der Kulturschaffenden seien auch schon geplant: beim Kunst- und Handwerkermarkt des Vereins „Freiraum Kunst und Kultur“ am 7. Mai sowie 2024 im Rahmen des 700-Jahre-Jubiläums der Stadt Grebenstein. (Hanna Maiterth)

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