Baubeginn 2022

Land zahlt vier Millionen Euro für neues Freibad in Grebenstein

Wiederverwertung: Teile des Nichtschwimmerbeckens sollen im neuen Bad eingebaut werden.
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Wiederverwertung: Teile des Nichtschwimmerbeckens sollen im neuen Bad eingebaut werden.

Der Neubau des Grebensteiner Freibades ist in greifbare Nähe gerückt. „Das Land hat angekündigt, dass es den Großteil der Baukosten übernimmt“, sagte Bürgermeister Danny Sutor.

Grebenstein - Konkret sollen über ein, vor allem vom Bund finanziertes, Förderprogramm des Landes 4,05 Millionen Euro nach Grebenstein fließen. Die Gesamtkosten werden auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.

Schon seit Jahren ist bekannt, dass das Grebensteiner Bad nicht mehr dauerhaft saniert werden kann. An tragenden Teile des Unterbaus beim Schwimmerbecken nagt der Zahn der Zeit und jedes Jahr stellte sich die bange Frage, ob die Statik noch einen Betrieb zulässt. Aus diesem Grund war man in Grebenstein seit Jahren auf der Suche nach einem Ausweg. Relativ schnell kristallisierte sich heraus, dass man ein naturnahes Bad mit einer biologischen Wasserklärung wolle. Dadurch seien die Baukosten deutlich geringer. Doch die geschätzten 4,5 Millionen Euro „können wir alleine nicht tragen“, sagte der Verwaltungschef mehrmals zu den Stadtverordneten, wo er auch auf Zustimmung stieß.

Die Suche nach Zuschüssen aber gestaltete sich schwierig. Zwar gab es mehrere Förderprogramme von Land und Bund. Doch die waren nicht kompatibel. Sprich: Wenn man das eine in Anspruch nahm, konnte man keinen weiteren Topf anzapfen. Die Förderquote insgesamt war damit zu gering. Im Oktober stieß Sutor dann auf ein Programm, das – unter gewissen Voraussetzungen – eine 90-prozentige Förderung in Aussicht stellte. In dieses Programm kam Grebenstein, weil es alle Voraussetzungen erfüllte.

Teile des Nichtschwimmerbeckens werden wiederverwendet

Es zahlte sich aus, dass man bei der Stadtentwicklung eng mit Wiesbaden zusammengearbeitet habe, sagte er. Außerdem habe man durch das naturnahe Bad den Klimaschutz berücksichtigt, was ebenfalls eine Voraussetzung für die Aufnahme in das Programm war. Ein weiteres Argument für die Landesförderung: Teile des Nichtschwimmerbeckens sollen beim neuen Bad wieder verwendet werden. Die Nachhaltigkeit des Baus wurde bei dem Programm ebenfalls gewünscht. Und Teile des Schwimmerbereichs werden möglicherweise verwandt, um die Höhendifferenz abzufangen.

Wie genau das Bad einmal aussehen wird, steht noch nicht exakt fest. Der Zeitplan hingegen lässt wenig Raum für Variationen. Der Neubau, so schreibt es das Programm vor, muss Ende 2023 mit dem zuständigen Stellen in Wiesbaden abgerechnet werden. Der 31. Dezember 2023 steht als Fixdatum damit fest. Um es halten zu können, muss noch in diesem Jahr die Ausschreibung für die Voruntersuchung des Areals auf den Weg gebracht werden, nennt Sutor den Zeitplan. Dabei wird die Bodenbeschaffenheit untersucht. Auch dass es auf dem Gelände keine Altlasten gibt, muss dabei attestiert werden.

Bauphase muss im Sommer 2023 abgeschlossen sein

Mit den Ergebnissen rechnet er im ersten Quartal 2021, sodass die Ausschreibung für den Neubau im zweiten Quartal erfolgen kann. Der Abbruch des bestehenden Bades sei für das dritte Quartal – vermutlich nach der Badesaison – vorgesehen. Da Teile wiederverwendet werden, wird er einige Monate dauern. Die Bauphase kann nach diesem Plan 2022 beginnen und muss im Sommer 2023 abgeschlossen sein. Nach dem Bau dauere es ein halbes Jahr, bis alle Rechnungen vorliegen und geprüft sind. Und am 31.12.2023 muss alles in Wiesbaden sein. (Michael Rieß)

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