14 Millionen flossen in Landkreis

Landrat Uwe Schmidt: Steuer wäre besser als Zuschüsse

Grebenstein. Der Landkreis Kassel hat 2016 über Förderprogramme der Dorf- und Regionalentwicklung sowie des Wohnungsbaus Investitionen in Höhe von 14,2 Millionen Euro angeschoben.

 „Damit war es ein erfolgreiches Jahr“, sagte Landrat Uwe Schmidt (SPD), als er die Bilanz der vom Servicezentrum Regionalentwicklung Hofgeismar betreuten Projekte im Landkreis zog. 

Etwa die Hälfte des Fördergeldes floss in den Wohnungsbau. Dabei geht es vor allem darum, so der Leiter des Servicezentrums, Peter Nissen, bestehende Gebäude so zu modernisieren, dass sie den heutigen Bedürfnissen entsprechen.

In die Dorf- und Regionalentwicklung flossen 2,2 Millionen Euro – etwa ein Viertel weniger als im Jahr zuvor. Dies liege daran, dass der Kreis im Jahr zuvor beim europäischen Leader-Programm geklotzt habe. Jetzt sei man wieder im normalen Modus. Der Ausbau der Breitbandversorgung und die Entwicklung des Tourismus sind weitere Felder, die mit Förderprogrammen oder vom Kreis unterstützt würden.

Das Servicezentrum in Hofgeismar kenne die diversen Fördertöpfe und sei deshalb für alle Kreisbürger die richtige Anlaufstelle, die Investitionen planen. Dass es oft mühsam für den Kreis sei, die nötigen Förderungen zu erhalten, verschleiert Schmidt nicht.

Unterm Strich würde es mehr bringen, so seine Auffassung, den Landkreis mit eigener Steuereinnahmen auszustatten. Erhielten die Kreise Anteile aus der Einkommens- oder Umsatzsteuer und würden die Mittel aus den Fördertöpfen im Gegenzug reduzierte, bedeute dies weniger Bürokratie und der Kreis könne schneller und effektiver seine eigenen Programmschwerpunkte fördern. Da dies aber nicht der Fall sei, werde der Kreis auch in diesem Jahr wieder versuchen in viele Förderprogramme zu kommen, um Geld nach Nordhessen zu holen.

Rubriklistenbild: © dpa

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