Einbahnstraßenregelung wird in Grebenstein diskutiert

Entscheidung über Sperrung des Marktplatzes vertagt

Leerer Marktplatz: Im Sommer herrscht hier Hochbetrieb, zur kalten Jahreszeit ist wenig los. Die Entscheidung, ob der Grebensteiner Marktplatz dauerhaft gesperrt bleibt, ist noch offen.
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Leerer Marktplatz: Im Sommer herrscht hier Hochbetrieb, zur kalten Jahreszeit ist wenig los. Die Entscheidung, ob der Grebensteiner Marktplatz dauerhaft gesperrt bleibt, ist noch offen.

Vermutlich erst Anfang nächsten Jahres werden die Grebensteiner Stadtverordneten entscheiden, ob der Marktplatz dauerhaft gesperrt bleibt.

Grebenstein – Eigentlich sollten die Parlamentarier die Grundsatzentscheidung am kommenden Montag treffen. Ein entsprechender Vorschlag der Verwaltung, die auch eine neue Verkehrsführung in der Innenstadt vorsah, wurde jetzt im vorbereitenden Bauausschuss diskutiert.Die Thematik sei aber so komplex und hätte so weitreichende Folgen, dass man sich für die Diskussion noch Zeit nehmen wolle, sagte Hartmut Thöne (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses. Eine Entscheidung wird damit am Montag nicht fallen, allerdings müsse sie spätestens bis zur Kommunalwahl im März getroffen sein, so Bürgermeister Danny Sutor.

Zur Diskussion stehen nach wie vor mehrere Modelle. Zunächst gibt es die Möglichkeit, den alten Zustand, also die Freigabe für den Verkehr, wieder herzustellen. Dies scheint aber, so war aus verschiedenen Wortmeldungen herauszuhören, nicht mehrheitsfähig zu sein.

Die zweite Möglichkeit ist die vollständige Sperrung, so wie sie seit April dieses Jahres ist. In dem Fall müssten der Marktplatz selbst ansehnlicher gestaltet und die Verkehrsführung in der Innenstadt geändert werden.

In der Diskussion ist auch eine Teilsperrung. Zum einen wäre es möglich, einen Teil der Marktstraße – beispielsweise die Rathausseite – für den Verkehr freizugeben.

Eine andere Möglichkeit bestehe darin, den Platz nur in den Sommermonaten zu sperren, wenn die anliegende Gastronomie den Platz nutzt. Da die mögliche Verkehrsführung bei einer Vollsperrung erst seit einer Woche auf den Tisch liegt, wird in den Fraktionen noch ausgiebig über die Auswirkungen diskutiert. » 

Einbahnstraßen

Wie der Verkehr gelenkt werden soll, wenn sich die Grebensteiner Stadtverordneten für eine Sperrung des Marktplatzes entscheiden, ist noch offen. Der Vorschlag des Magistrats sieht vor, Obere und Untere Hof- und Schnurstraße dann zur Einbahnstraße zu machen.

Während die – vollständige oder auch teilweise – Sperrung des Marktplatzes bei den Kommunalpolitikern dem Anschein nach mehrheitlich auf Zustimmung stößt, wird bei der Einbahnstraßenregelung noch stark diskutiert. Die Verwaltung legte ein Modell vor, wonach die Hofstraße den Verkehr jeweils vom Marktplatz wegführt, während die Strohstraße den Verkehr zur Hofgeismarer Straße hinleitet. Es sind aber auch andere Modelle denkbar, sagt Bürgermeister Danny Sutor. Beispielsweise könne die Obere/Untere Hofstraße generell von Ost nach West befahrbar sein (also vom Blauen Wandstein, am Autohaus Lund vorbei über die Kreuzung Richtung Zehntscheune und Jungfernturm) und die Obere/Untere Strohstraße von Ost nach West. Es seien auch noch weitere Alternativen denkbar.

Er hoffe, so sagte Sutor, auf eine breite Diskussion, die dann ein Ergebnis bringt, das für Anwohner und Verkehrsteilnehmer Ergebnis hätte. Nicht möglich ist es aus seiner Sicht, die diversen Vorschläge in der Praxis zu testen, bevor eine Entscheidung fällt. „Wir können nicht einen Monat die Einbahnstraße in die eine Richtung machen, und dann in die andere. Da schwindet die Akzeptanz und keiner blickt mehr durch.“ (Michael Rieß)

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