Noch kein Ergebnis zur Verkehrsführung

Marktplatz-Umgestaltung in Grebenstein: Bürger sollen jetzt einbezogen werden

Kurz vor der Sperr-Aufhebung im Dezember 2020: Eine Zeit lang konnten Autos nicht über den Marktplatz fahren. Während des ersten Lockdowns hatten es sich dort Restaurant-Gäste gemütlich gemacht.
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Kurz vor der Sperr-Aufhebung im Dezember 2020: Eine Zeit lang konnten Autos nicht über den Marktplatz fahren. Während des ersten Lockdowns hatten es sich dort Restaurant-Gäste gemütlich gemacht.

Seit Jahren kommt die Umgestaltung des Marktplatzes in Grebenstein immer wieder auf den Tisch. Und seit dem ersten Lockdown wird noch mehr dazu diskutiert.

Grebenstein – Sperren oder nicht sperren – das ist die entscheidende Frage zum Marktplatz in Grebenstein. Der Sachverhalt ist jedoch viel komplexer. Viele Möglichkeiten, wie die Verkehrsführung dort in Zukunft gestaltet sein soll, haben die Verantwortlichen schon in den Stadtverordnetensitzungen besprochen. Und auch in der jüngsten war der Marktplatz wieder eines der großen Themen.

Die SPD-Fraktion hatte den Antrag gestellt, im Rahmen der Stadtentwicklung mittelfristig den Marktplatz für den Verkehr zu sperren. „Mögliche Varianten könnten dabei die ganz oder einseitige Sperrung oder auch eine jahreszeitlich begrenzte ganz oder einseitige Sperrung sein“, hieß es in dem Antrag weiter, der am Ende mehrheitlich abgelehnt wurde.

Bei den anderen Fraktionen, CDU und FDP, stieß dieser Antrag auf Unverständnis. Den Grund erläuterte Melanie Burghardt (CDU): „Vor Kurzem haben wir eine interfraktionelle Sitzung abgehalten, in der es um den Marktplatz ging. Dort gab es die einhellige Meinung, dass vor einer Entscheidung noch ein Diskussionsprozess angestoßen wird.“ Dieser Prozess solle die Bürger von Grebenstein mit in das Vorhaben einbeziehen.

Herbert Christ von der FDP-Fraktion begründet das Einbeziehen der Bevölkerung damit, dass „die Bürger im Mittelpunkt stehen und sie deshalb auch zu Wort kommen sollten“. So könne eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. „Sonst wird das zum Zankapfel“, teilte Christ mit.

Bürgermeister Danny Sutor machte deutlich, dass die Umgestaltung des Marktplatzes das Politikum in Grebenstein sei. „Es muss mal eine Entscheidung getroffen werden“, sagte er. Wolle man die Bürger mit in die Planung einbeziehen, dann müsse man allerdings bedenken, dass dies auch einen „umfangreichen Bürgerdialog“ benötige. „Das ist während der Corona-Pandemie nicht einfach“, hob der Bürgermeister hervor.

Sutor betonte zudem gegenüber den Stadtverordneten und dem Magistrat der Stadt Grebenstein, dass es, egal welche Entscheidung im Endeffekt getroffen werde, nicht von allen Seiten Zuspruch gebe. „Es wird immer eine Akzeptanz und auch eine Nicht-Akzeptanz geben.“ In seinen Augen sei ein Bürgerentscheid legitim, würde allerdings Zeit kosten. Da das Thema allerdings hitzig diskutiert werde, müsse man diese Zeit wohl investieren.

Die Stadtverordneten haben nun den Magistrat beauftragt, „einen Dialogprozess zur Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für den Marktplatz und umliegende Straßen zu ermöglichen“. Dieser CDU-Antrag bekam 13 Ja-Stimmen, elf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. (Nela Müller)

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