Von der Uni Kassel betrieben

Mehr Platz für regionale Bioprodukte im Hofladen Frankenhausen

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Aus Ernte vor Ort: Im erneuerten Hofladen der Domäne Frankenhausen haben Kartoffeln und Möhren wieder ihren festen Platz, hier präsentiert von Hofladenmitarbeiterin Gundula Zeitz (links) und Silke Flörke (Koordinatorin Ökolandbau Modellregion Nordhessen).

Frankenhausen. Ob Gemüse, Obst, Eier oder Fleisch, Mehl oder Marmelade – alles ist Bio und stammt aus der Region. Die Ware im Hofladen der Domäne Frankenhausen liegt voll im Trend.

Im Laufe von 14 Jahren hat sich die Einkaufsquelle beim Lehr- und Versuchsbetrieb der Uni Kassel einen respektablen Kundenstamm erworben – bis hin nach Kassel.

Mehr denn je sind Produkte aus ökologischem Landbau mit regionaler Herkunft gefragt, weiß das Team vom Hofladen und verweist auf einen jährlichen Umsatzzuwachs von 20 Prozent. Beste Voraussetzungen, den Hofladen wachsen zu lassen. Der präsentiert sich nun deutlich größer im frisch renovierten alten Amtshaus. 

Verkaufsfläche wurde verdoppelt

Auf rund 60 Quadratmetern hat sich die Ladenfläche mehr als verdoppelt, hinzu kommen neugewonnene Nebenräume für Lagerzwecke. Damit konnte auch das Sortiment erheblich erweitert werden. Noch mehr Bio-Erzeugnisse aus der Region bringt das Projekt Ökolandbau Modellregion Nordhessen in die Hofladenregale.

Ziel sind eine stärkere Vernetzung nahe gelegener und nachhaltig arbeitender Betriebe sowie deren Unterstützung bei der Vermarktung. Zehn regionale Bio-Produzenten aus dem Kreis Kassel und dem Werra-Meißner-Kreis sind als Zulieferer für den Laden hinzugekommen. Zur Angebotspalette zählt damit etwa auch Apfelschaumwein aus Schauenburg.

Partnerbetriebe stellen sich im Hofladen vor

Während der Ökobaubetrieb auf der Hessischen Staatsdomäne seit jeher Wert legt auf offene Türen, werden im erneuerten Hofladen den Kunden auch etliche Partnerbetriebe auf Informationstafeln vorgestellt. Die Herkunft möglichst jedes Produktes soll nachvollziehbar sein, heißt es im neu entwickelten Leitbild des Hofladens. Das Bestreben gelte einer „echten Nachhaltigkeit“ bei Erzeugung, Lieferkette und Verpackung.

Um den hohen Anspruch an Qualität und Frische zu sichern, wollen die Verantwortlichen für den Hofladen eher auf breite Auswahlmöglichkeiten verzichten und sich stattdessen „auf herausragende Qualitätsprodukte konzentrieren“.

Rindfleisch kommt aus eigener Haltung

Auf der Domäne selbst werden vornehmlich Kartoffeln, Rote Bete und Möhren produziert, in der Saison kommen etliche weitere Gemüse hinzu. Bei Äpfeln können noch alte Sorten erstanden werden. Auch Rindfleisch aus eigener Haltung wird angeboten, weiteres Fleisch kommt von Partnern.

Nach der Devise „slow shopping“ (engl. langsames Einkaufen) will die Mannschaft vom Frankenhäuser Hofladen zum entspannten Einkaufen animieren. Dazu passt der neu geschaffene Platz auf dem Hof zum Sitzen, Schauen und Genießen: Kaffee gibt’s zum Selberholen und bald auch Öko-Kuchen.

Hessische Staatsdomäne Frankenhausen: An der B 83 zwischen Schäferberg und Burguffeln; Öffnungszeiten Hofladen: donnerstags und freitags 10 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr (neu); hofladendomaene@uni-kassel.de, Tel. 0 56 74/315.

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