Grebenstein will Gewinn aus Windkraft - Mehrheit für Notlösung

Grebenstein. Die Grebensteiner Stadtverordneten tolerieren den Bau von Windkraftanlagen im Reinhardswald, sofern sie nicht zu verhindern sind und Bürger sich an einer maßvollen Entwicklung der Windräder („Hierbei darf eine Maximierung der Anlagenzahl nicht im Vordergrund stehen“) beteiligen können.

Das ist eine Aussage der teilweise geänderten 2. Stellungnahme der Stadt zum Teilregionalplan. Unter anderem der Satz: „Grundsätzlich lehnt die Stadt Grebenstein die Errichtung von Windkraftanlagen im Reinhardswald ab“ wurde gestrichen. 23 Stadtverordnete stimmten dafür, vier enthielten sich.

Wie sein Amtskollege in Reinhardshagen warb am Montag zeitgleich auch Danny Sutor um den „Plan B“ (siehe Text unten rechts), um den Einfluss auf die Gestaltung im Reinhardswald nicht zu verlieren und damit nicht auswärtige Investoren das Geld abziehen. Alle Gewinne sollten in der Region bleiben und dadurch alle Bürger von den Einnahmen profitieren, begründete er das Engagement der Bürgermeister der Anrainergemeinden in der Genossenschaft, die notfalls selbst Windkraftanlagen bauen will.

Dazu sollen laut Beschluss die Flächen der Bebauungspläne „Bei der Steinwarte“ und „Rechts auf der Warte“ in die Windkraft-Suchflächen KS_24 aufgenommen werden.

„Die Akzeptanz durch die Bürger ist wichtig. Jeder braucht Energie und sollte seinen Beitrag dazu leisten“, sagte beispielsweise Melanie Burghardt (CDU). „Schweren Herzens“ sagte auch Heike Giede-Jeppe (FDP) Ja, obwohl sie erhebliche Probleme habe, einer Windkraftanlage unter kommunaler Nutzung zuzustimmen. Wilhelm Neutze (SPD) warb ebenfalls für Zustimmung. Die Energiewende könne nur gelingen, wenn sie von den Menschen vor Ort mitgetragen werde. Die Genossenschaft müsse sich in das Verfahren einmischen und ihren Einfluss ausüben, damit die Bürger indirekt am Gewinn beteiligt würden.

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- Diskussion um Windräder im Reinhardswald: Gegner einhellig für Plan B

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