Erweiterung soll 2,5 Millionen Euro kosten

Neues Gebäude für Schüler und Bücherei in Grebenstein

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Neubau: Am Schulzentrum in Grebenstein soll ein neues Gebäude entstehen. Der genaue Standort steht noch nicht fest, der Weg (im Vordergrund) vom Kindergarten zur Kulturhalle soll aber erhalten bleiben. 

Ein neues Schulgebäude soll im nächsten Jahr in Grebenstein errichtet werden. Profitieren davon sollen sowohl die Kinder und Jugendlichen der Grund- als auch der Gesamtschule.

Und auch die Stadt Grebenstein will es nutzen: Ihre Bücherei könnte dort untergebracht werden. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Millionenprojekt zusammengestellt.

Warum braucht Grebenstein ein neues Schulgebäude?

Die räumliche Situation in den beiden Schulen ist beengt. Sowohl die Heinrich-Grupe (HGS) als auch die Burgbergschule haben Platzbedarf, sagt Kreispressesprecher Harald Kühlborn.

Es heißt immer, die Kinderzahlen nehmen ab. Warum braucht man dann mehr Schulräume?

Grebenstein und Calden (die Kinder von dort besuchen die HGS) sind in der glücklichen Lage, dass die Geburtenraten ziemlich konstant sind. Zudem profitieren beide Kommunen davon, dass es Bauland gibt – und damit den Zuzug von jungen Familien. Kinder sind also vorhanden. Ausgeweitet wurden in den vergangenen Jahren aber die Betreuungszeiten an den Schulen. Die Nachfrage nimmt zu, die Zahl der Räume aber nicht.

Was soll gebaut werden?

Benötigt werden nach dem derzeitigen Planungsstand vier große Räume, die vor allem für Betreuung genutzt werden sollen. Derzeit wird diese Arbeit in der Grundschule im Untergeschoss des Altbaus geleistet. Die Raumsituation sei optimierbar, drückt sich Schulleiterin Sandra Wieland diplomatisch aus. Außerdem, so der Kreis, werden zwei kleinere Räume für Besprechungen oder individueller Förderung benötigt. Hinzu kommt eine Bücherei.

Welche Bücherei soll in das neue Gebäude?

Derzeit gibt es drei Büchereien in Grebenstein: Die Grundschule hat eine kleine, die Gesamtschule HGS hat eine in einem Verbindungstrakt und die Stadt hat eine im Rathaus. Diese drei könnten zu einer zusammengelegt werden. „Das wäre für die Ausleihezeiten deutlich attraktiver“, sagt Bürgermeister Danny Sutor.

Wie groß soll der Neubau werden?

Nach den derzeitigen Planungen ist von 560 Quadratmetern die Rede. Der Großteil, rund 200 Quadratmeter entfallen auf die Bücherei.

Wo soll der Neubau entstehen?

Der genaue Standort steht noch nicht fest. Es soll aber zwischen Sauertalsweg und HSG gebaut werden. Derzeit geht man davon aus, dass es nicht „vorne“ an der Mensa, sondern im hinteren Bereich der parkähnlichen Anlage entsteht.

Ist ein Bau problemlos möglich?

Es gibt mehrere Einschränkungen. Die Stadt möchte, dass der Weg vom Kindergarten zur Kulturhalle weiter genutzt werden kann. Die GTH-Arena, also die kleine Sportanlage zwischen Kultur- und Sporthalle, muss ebenfalls erhalten bleiben. Und schließlich muss man auf den Baumbestand Rücksicht nehmen, so Kreissprecher Kühlborn. Ob und wenn ja, wie viele Bäume gefällt werden müssen, könne derzeit noch niemand sagen. Das werde die Planung ergeben.

Wie ist die zeitliche Schiene?

Die Stadt Grebenstein, die das nötige Grundstück in das Projekt einbringen könnte, hat bereits Zustimmung signalisiert. Und der Kreis hat in seinem vorgelegten Haushaltsplan Mittel dafür vorgesehen. Läuft alles nach Plan, dann wird in diesem Jahr die konkrete Planung über die Bühne gehen. Dann steht fest, wohin der Bau dann genau kommen wird. Er gehe davon aus, dass es ein zweigeschossiges Gebäude wird, sagt Kühlborn, aber auch hier sei eine endgültige Aussage erst nach der Planung möglich. „Dafür ist sie ja da.“ Ein Jahr später könnte dann der Bau beginnen.

Was kostet der Neubau?

Die genauen Baukosten können auch erst genannt werden, wenn die Planung erfolgt ist. Beim Landkreis geht man von 2,5 Millionen Euro aus.

Wird der Schulbetrieb durch den Bau gestört?

Natürlich. Bauarbeiten sind nicht leise. Allerdings werde man sich bemühen, in Absprache mit den Schulen die Arbeiten so zu legen, dass die lautesten Arbeiten nicht mit den schulintensivsten Zeiten zusammenfallen. Eine gewisse Geräusch-Belästigung müsse aber hingenommen werden.

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