6,5 Millionen Euro für neues Heim in Grebenstein

Neues Heim in Grebenstein: Platz für 90 Senioren

Außenanlage: Hier können sich Senioren wohl fühlen, sagt Sindy Ritter-Birnbach, die Leiterin des Seniorenzentrums Reinhardswald in Grebenstein. Am Freitag wird es offiziell eröffnet. Foto:  Rieß

Grebenstein. Auch im Alter können Grebensteiner ihrem Heimatort treu bleiben. Bislang gab es in der nordhessischen Kleinstadt kein Seniorenheim – am Freitag, 13. Januar, wird die Seniorenresidenz Reinhardswald offiziell eröffnet.

6,5 Millionen Euro wurden investiert, um in 80 Einzel- und fünf Doppelzimmern 90 Plätze für Senioren zu schaffen.

In Grebenstein wird damit eine Versorgungslücke geschlossen – und das an einem attraktiven Standort: Die Seniorenresidenz an der Hofgeismarer Straße steht direkt neben der Stadtmauer, die Innenstadt ist also nur einige Fußschritte entfernt.

Die Nachfrage ist gut, sagt Einrichtungsleiterin Sindy Ritter-Birnbach. Ein Indiz: Bereits Anfang Dezember zogen die ersten Bewohner in den Neubau, ohne dass die von der Karlsruher Vitalis-Gruppe betriebene Einrichtung groß Werbung machte. Inzwischen sind über 20 Zimmer belegt, der Betrieb läuft. „Es ging reibungslos, ohne nennenswerte Anlaufprobleme“, sagt Ritter-Birnbach. Und so werden die über 70 geladenen Gäste heute ein Haus erleben, das schon bei der Eröffnung in Betrieb ist. Auch Interessierte, so die Leiterin, können zu der um 12 Uhr beginnenden Feier kommen. Aber natürlich stehen ihr Team und sie auch sonst für Fragen zur Verfügung.

40 Mitarbeiter

Die neue Einrichtung hat 40 Mitarbeiter, etwa die Hälfte ist in der Pflege tätig. Probleme, Fachkräfte aus der Region zu finden, gab es nicht.

Bewohner können kommen: Monika Riemann, die Leiterin des Pflegebereichs, zeigt eines der 90 Betten, die das Seniorenzentrum in Grebenstein hat. Foto: Rieß

Auf die Region setzt die Einrichtung auch im übrigen Bereich. In der hauseigenen Küche beispielsweise werden überwiegend regionale Produkte verarbeitet, eingekauft wird zum Großteil im Ort. Mit den örtlichen Apothekern und Ärzten arbeite man ebenfalls zusammen. Und auch bei anderen Dienstleistungen, wie Frisör oder Fußpflege, kooperiere man mit Anbietern aus der Region.

„Wir wollen, dass sich die Menschen hier wohl fühlen“, sagt Ritter-Birnbach und deshalb verstehe es sich von selbst, dass Bewohner, wenn sie es wünschen, die Zimmer so einrichten, wie sie möchten. „Nur die Sicherheit darf nicht beeinträchtigt werden.“

Noch nicht vollständig, aber bereits weitgehend abgeschlossen ist die Gestaltung des Außenbereichs. Einladend vor allem ist der Terrassenbereich, der unter anderem über den großen, aber dennoch gemütlich wirkenden Speisesaal zu erreichen ist.

Von dort kann man zu Fuß rund um das Gebäude gehen. Obwohl es in direkter Nachbarschaft zur Stadtmauer steht, so hatte Bürgermeister Danny Sutor schon bei der Vorstellung der Pläne gelobt, würde es das Stadtbild nicht stören. Und die kleine Stadtmauer am Steinernen Weg, die in kleinen Bereichen für die Bauarbeiten weichen musste, ist auch wieder vollständig hergerichtet worden, betont Ritter-Birnbach.

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