Öko-Feldtage in Frankenhausen

Öko-Feldtage: Bauern stellen auf Bio um

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Für sie kommt nur noch Bio-Landwirtschaft in Frage: Philipp Rother (links) aus Westuffeln hat seinen Betrieb 2011 umgestellt. Daniel Rüddenklau, ebenfalls aus Westuffeln, hat diesen Schritt unmittelbar vor sich.

Frankenhausen. Bio wird immer beliebter. Deshalb steigt auch die Zahl der landwirtschaftlichen Ökobetriebe in Stadt und Landkreis Kassel. Das wurde bei den ersten bundesweiten Öko-Feldtagen deutlich, die bis morgen auf der hessischen Staatsdomäne stattfinden.

Gab es 2014 noch 72 BioBauern, sind es in diesem Jahr bereits 85. Allein von Anfang 2016 bis heute kamen sieben Betriebe hinzu. Und es sollen noch mehr werden.

„Wir erwarten in naher Zukunft zahlreiche weitere Umstellungsanträge“, sagt Jürgen Düster, Fachdienstleiter Landschaftspflege beim Landkreis Kassel. Insgesamt gibt es in Stadt und Landkreis 1230 landwirtschaftliche Betriebe.

Bei der Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft spielen sowohl ideologische als auch finanzielle Aspekte eine Rolle. „Biobauern erzielen in der Vermarktung ihrer Produkte viel höhere Preise. Das kann sich lohnen.“

Trotzdem gibt es in der Region noch relativ wenige Biobetriebe. Laut Düster werden nur 7,4 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche im Landkreis ökologisch bewirtschaftet. „Da ist noch viel Luft nach oben.“

Ein Paradebeispiel ist dagegen Westuffeln. Düster schätzt, dass dort 50 bis 75 Prozent der Fläche ökologisch betrieben werden. In Kürze stellt dort ein weiterer großer Betrieb um, der bisher konventionell gearbeitet hat.

Dass dies mit einem hohen Aufwand verbunden ist, verschweigt der Fachmann nicht. „Die Umstellung dauert zwei Jahre und bringt gewaltig Arbeit mit sich. Die Landwirte müssen ihre gesamte Pflanzenproduktion ändern und brauchen dafür auch andere Maschinen.“

Wer dies auf sich nimmt, kann mit einer Förderung rechnen. Jährlich gibt es zusätzlich zu den Direktzahlung-en der Europäischen Union 260 Euro pro Hektar Bio-Ackerland.

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