Bürgerinfo soll folgen

Parlament Grebenstein stimmt für Auftrag: Neues Freibad wird teurer

Das Freibad in Grebenstein mit Besuchern
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So wird das Freibad in Grebenstein nach dem Neubau nicht mehr aussehen.

Andere Kommunen befinden sich in der sommerlichen Sitzungspause, in Grebenstein gab es hingegen am Montagabend eine außerordentliche Stadtverordnetenversammlung.

Grebenstein - Es ging um den Ersatzbau des Freibades, über den die Parlamentarier im Vorfeld in Ausschusssitzungen informiert worden waren – unter Ausschluss der Öffentlichkeit, als die Firma Pauly Group aus Neu-Eichenberg ihr Angebot für den Neubau vorstellte.

Das Ergebnis im Parlament war dann einstimmig: Die Stadtverordneten votierten dafür, dass der Auftrag an das Unternehmen vergeben wird. Die Haushaltsplanungen der Folgejahre seien entsprechend anzupassen und die zusätzlich erforderlichen Haushaltsmittel bereitzustellen. Schon vor der Sitzung hatte Bürgermeister Danny Sutor auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt, dass das Angebot, das durch ein Ausschreibungsverfahren zustande gekommen ist, „etwas über den bereitgestellten Hausmitteln liegt“. Ursprünglich wurden die Kosten für den Neubau auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.

Dass zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Zahlen zum Angebotspreis genannt werden, begründete Sutor am Dienstag so: „Mit dem gestrigen Beschluss wurden lediglich die kommunalrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Davon unabhängig ist das Vergabeverfahren zu betrachten.“ Wenn der Auftrag schriftlich erteilt ist und die Verträge geschlossen sind, dann sei das auch Vergabeverfahren abgeschlossen. „Erst dann können wir mit Details an die Öffentlichkeit gehen“, sagt Sutor. Er erklärt zudem, dass in diesem Fall eine hohe städtebauliche Förderung und ein kompliziertes Verfahren im Raum stehen. Von Anfang an lasse man sich juristisch begleiten. „Die Stadt Grebenstein möchte sich keine Fehler erlauben, die im schlechtesten Fall eine spätere Rückforderung der Zuschüsse zur Folge hat.“

Man sei sich bewusst, dass die Bürger sehr interessiert an dem Projekt sind. „Daher planen wir, trotz Corona und unter strengen Hygienemaßnahmen, eine Bürgerversammlung nach den Sommerferien, bei der die Planungen vorgestellt werden“, ergänzt Sutor. (Nela Müller)

Handlungsbedarf besteht schon seit Jahren

Das Freibad in Grebenstein wurde 1973/74 errichtet und nach einem Jahr Bauzeit mit drei Becken in Betrieb genommen. Das Schwimmerbecken weist eine Besonderheit auf: Die Stadt hatte sich beim Bau für eine sogenannte Hallenbadkonstruktion entschieden. Das Becken steht, wie bei Hallenbädern üblich, teilweise auf Pfählen aus Stahlbeton. Schon im Oktober 2017 sprach Bürgermeister Danny Sutor von dringendem Sanierungsbedarf aufgrund vieler Mängel.

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