Grebensteiner Stadtverordnete stimmten ab

Potenzial des Grebensteiner Burgbergs und der Ruine nutzen

Der Grebensteiner Burgberg: Nachdem im Frühjahr Bäume rundherum abgesägt wurde, gibt es wieder freien Blick auf die Burgruine.
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Der Grebensteiner Burgberg: Nachdem im Frühjahr Bäume rundherum abgesägt wurde, gibt es wieder freien Blick auf die Burgruine. Die Meinungen zu dem Anblick gehen bei den Stadtverordneten auseinander.

Der Burgberg und die Burgruine sind in Grebenstein immer wieder Thema. So auch in der jüngsten Stadtverordnetensitzung am Montagabend.

Grebenstein - Dort hatten SPD und Grebenstein Direkt (GsD) einen gemeinsamen Antrag auf den Weg gebracht, in dem es um die Nutzung des Burgbergs ging. Die Fraktionen beauftragten den Magistrat, eine Arbeitsgruppe einzuberufen, die in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ein Konzept zur Vorgehensweise im Bereich des Burgbergs vorlegen soll.

Besonderes Augenmerk solle darauf gelegt werden, durch welche Nach- und Neubepflanzungen der Burgberg gestaltet werden kann, ohne die Sichtbeziehung zur Stadt zu sehr einzuschränken. Außerdem geht es um bauliche Veränderungen, die für kulturelle Veranstaltungen notwendig wären, und um die Prüfung der Bausubstanz des Bauwerks.

SPD und GsD begründeten ihren Antrag damit, dass der Burgberg „aktuell in aller Munde“ sei. „Die Umsetzung des Beschlusses aus dem letzten Jahr hat viele Grebensteiner in Aufruhr versetzt, da viele Bäume gefällt wurden, um unsere Burg wieder sichtbar zu machen“, sagte Elisa Winter, Fraktionschefin der SPD. Im Frühjahr waren rund um die Burgruine auf einer Fläche von circa 5000 Quadratmetern Bäume auf den Stock gesetzt worden.

Bausubstanz der Burgruine prüfen

Für den Auftrag, die Bausubstanz der Burg zu überprüfen, lieferten die Fraktionen ebenfalls Argumente. Dieser resultiere laut Winter aus den „Hiobsbotschaften der Wehrtürme“, die momentan saniert werden und deren Instandsetzung teurer werde als ursprünglich veranschlagt. „Im Mauerwerk der Burg sind bereits sichtbar Bäume gewachsen. Hier sollen notwendige Sanierungen früher erkannt werden“, fordern SPD und GsD.

Auch die CDU äußerte sich zur Nutzung des Burgbergs und stellte einen Änderungsantrag. Der Magistrat sollte prüfen, „ob und in welchem Umfang Fördermittel akquiriert werden können, um eine Machbarkeitsstudie und ein darauf aufbauendes funktionales Konzept zur kulturellen und touristischen Nutzung und Erschließung der Burgruine erarbeiten lassen.“

Der Wuchs am Burgberg solle an sich nicht verändert werden, sagte die CDU-Fraktion weiter. Man spreche von Wald, dessen Status es zu erhalten gelte. „Diesen Ort gilt es behutsam aufzuwerten, damit er diesen natürlichen, urwüchsigen Charakter behält“, betonten die Christdemokraten. Die geschaffene Sichtbeziehung von Stadt zu Burg und umgekehrt würden viele positiv sehen: Die Besucherzahlen der Burg hätten deutlich zugenommen. Das bestätigte Bürgermeister Danny Sutor: „Es sind nicht nur Einheimische, sondern auch Auswärtige.“

Am Ende stimmten 21 Stadtverordnete für den Antrag von SPD und GsD (vier nein, sechs Enthaltungen). Der Änderungsantrag der CDU wurde mit elf Ja- und 20 Nein-Stimmen abgelehnt. (Nela Müller)

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