Weitere Termine im November 

Schauspielgruppe Moritzen aus Westuffeln führt neues Stück auf 

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Turbulent geht es im Bordbistro des Champus-Expresses zur Sache: Mit viel Spielfreude präsentierten die Moritzen am Freitag erstmals ihr neues Stück. 

Eine Bordkellnerin mit Problemen bei der Aussprache und ein verpatzter Überfall. Die Gäste in der Westuffelner Sporthalle hatten beim neuen Stück der Moritzen einiges zu lachen. 

Der Champus-Express machte am Wochenende gleich dreimal Halt an der Westuffelner Sporthalle: Auf eine Bahnfahrt der besonderen Art nahmen die Moritzen, die Laienschauspielgruppe des örtlichen Turnvereins, erstmals am Freitagabend ihre Gäste mit. Sie präsentierten im vollbesetzten Saal ihre neue Kriminalkomödie.

Eine schnippische Kellnerin, eine eigenwillige Großmutter und ein ziemlich schusseliger Räuber sind nur einige Figuren, die die Zuschauer im Bordbistro des Champus-Express antreffen kann. Mit seiner Komplizin hat es der Ganove auf die Bistrokasse abgesehen – ein Vorhaben, das nicht ganz glatt laufen soll.

So nimmt eine turbulente Geschichte ihren Lauf, die natürlich – so viel sei verraten – mit einem Happy End ausklingt.

Ein gutes halbes Jahr haben die neun Darsteller an ihrem Stück gefeilt. Da sie inzwischen recht erfahren sind, verzichteten sie beim Proben auf einen Regisseur. Sie schauen sich gegenseitig zu und verbessern so ihr Spiel. Bemerkenswert war das aufwendig gestaltete Bühnenbild, für das die Gruppe ein schickes Bordbistro nachgebaut hatte. In dem waren unter anderem sogar Originalsitze aus einer Regiotram eingebaut.

„Das hat tatsächlich viel Zeit in Anspruch genommen. Von den Schiebetüren bis zu den geschwungenen Wänden haben wir alles selbst gemacht“, berichtete Marvin Quolke, der seit 2002 bei den Moritzen mitmacht. 

Wie er stehen die meisten der Gruppe seit Jahren auf der Westuffelner Theaterbühne. Der Verein verfügt über drei Theatergruppen: die Junioren und zwei Formationen mit älteren Darstellern.

Viel zu lachen hatte das Publikum in dem Dreiakter, wo vor allem die Ausspracheprobleme der Bordkellnerin (Nicola Rüddenklau) für beste Laune sorgten. Ob sie von „happiuur“ sprach und damit „Happy hour“ meinte oder etwas ungeschickt von „El Urinal“ auf Mallorca redete – die Gäste amüsierten sich blendend. 

Schön auch der Überfall von Räuber Rommel (Bastian Rüddenklau). Der hatte sich für den Diebstahl der Kasse einen Spickzettel geschrieben hatte und patzte dennoch. Eine Kostprobe: „Mach mal ein bisschen dreckig – äh, zackig, meinte ich.“

Für die Besucher war die Aufführung ein abendfüllendes Programm. In den beiden Pausen wurde im „Bordbistro“ der Turnhalle einiges geboten. Auch nach dem Stück blieben viele, um die Akteure zu ihrer neuen Inszenierung zu beglückwünschen. „Ohne die Moritzen hätte unser Dorf nur halb so viel zu lachen“, brachte es Nicola Rüddenklau auf den Punkt. Dem wollten die Westuffelner nicht widersprechen.

Weitere Termine der Aufführung

Wer das Stück sehen möchte, hat an den nächsten beiden Wochenenden dazu noch Gelegenheit: am Freitag und Samstag 9. und 10. November sowie am Freitag und Samstag, 16. und 17. November um jeweils 20 Uhr sowie am Sonntag, 11. November, um 17 Uhr in der Turnhalle Westuffeln.

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