Schneemassen blockieren Straßen und Wege

Landwirte helfen Bauhöfen im Kreisteil Hofgeismar beim Räumen von Schnee

Ein Traktor schiebt Schnee von einem Weg weg hin zu einem Gebäude.
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Mit Traktoren helfen Landwirte in Grebenstein dabei, Wege und Straßen von den Schneemassen freizuräumen, wie hier zu sehen am Bahnhofsgebäude.

Die Schneemassen führen im Kreisteil Hofgeismar weiter zu blockierten Straßen und Wegen. Einige Bauhöfe erhalten daher beim Räumen Unterstützung von Landwirten.

Kreisteil Hofgeismar – Seit Anfang der Woche macht der Schnee den Kommunen im Kreisteil Hofgeismar zu schaffen. Vor allem in engen Straßen verhindert aufgetürmter Schnee oftmals ein problemfreies Durchkommen. Das führte zum Beispiel in Immenhausen bereits zu Unfällen. Die Bauhöfe greifen zum Räumen daher auf zusätzliche Hilfen zurück.

Schnee blockiert vor allem enge Altstadtstraßen

„Die Mitarbeiter des Bauhofs kamen in den vergangenen Tagen an ihre Grenzen“, teilte Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor mit. Daher hätten sich Landwirte angeboten, beim Räumen zu helfen. „Um alles besser koordinieren zu können, wurde der Kontakt über die Ortslandwirte aufgenommen“, erklärt Sutor.

Von Montag bis Mittwoch hätten sie sich unermüdlich mit den Mitarbeitern des Bauhofs darum gekümmert, große Schneemengen zu beseitigen.

Der Schwerpunkt lag in den engen Altstadtstraßen. Dort können die Anwohner mangels Platz den Schnee nicht in die Vorgärten schaufeln. Die Landwirte boten ihre Hilfe dabei unentgeltlich an, hob Sutor hervor.

„Mit dem Trinkgeld von dankbaren Anwohnern wird, wenn es unter Corona-Bedingungen wieder möglich ist, sicher die eine oder andere Wurst für die Helfer gegrillt und ein Bier ausgeschenkt.“

Passanten müssen auf Dachlawinen und Eiszapfen achten

Auch den Mitarbeitern des Bauhofs gebühre ein großes „Dankeschön“, denn „sie haben bis zur Erschöpfung gearbeitet“, sagte Sutor.

Dass es dennoch Beschwerden über abgelagerten Schnee gegeben habe, dafür hat der Bürgermeister kein Verständnis: „Das lässt sich leider nicht vermeiden.“

Die Stadt warnt darüber hinaus vor der Gefahr durch Dachlawinen und Eiszapfen. Haus- und Grundstückseigentümer müssten beachten, dass die Verkehrssicherungspflicht und damit die Haftung bei ihnen liegt.

Stadt Hofgeismar arbeitet mit Fremdfirmen zusammen

Die Stadt Hofgeismar hat einen Räum- und Streuplan, den sie sowohl mit Personal des Bauhofs als auch mithilfe von Fremdfirmen erledige, heißt es aus dem Rathaus.

„Bei starken Schneefällen wird der Einsatz von Räumfahrzeugen nach einer Prioritätenliste koordiniert“, teilte die Stadt mit. Der Winterdienst erfolge vorrangig in Hauptverkehrsstraßen, an gefährlichen Abschnitten und erst danach in weniger stark befahrenen Straßen.

Nebenstraßen in Wohngebieten und „Wege mit geringer Verkehrsbedeutung“ könnten von städtischer Seite nicht regelmäßig geräumt werden.

Gehwege in der Pflicht der Eigentümer und Wohnberechtigten

Die Mitarbeiter des Bauhofes und der beauftragten Unternehmen seien rund um die Uhr im Einsatz, um schnellstmöglich sichere Verhältnisse auf den Straßen herzustellen.

Allerdings könne das nicht in allen Bereichen zeitgleich erfolgen. Darüber hinaus könnten die Mitarbeiter nicht vermeiden, dass durch den Einsatz von Schneepflügen Schnee am Straßenrand abgelagert wird.

Die Gehwege hingegen liegen in der Pflicht der Haus- und Grundstückseigentümer oder der Wohnberechtigten, informierte die Stadt weiter. „Ist kein Gehweg vorhanden, ist ein Streifen von ungefähr 1,50 Meter Breite entlang der Grundstücksgrenze vom Schnee zu räumen“, heißt es.

Auch Immenhäuser Bauhof erhält Hilfe von Landwirten

Auch der Immenhäuser Bauhof erhält Unterstützung von Landwirten, um die Schneeberge zu beseitigen. Darauf wies gestern die Immenhäuser CDU hin.

Am Samstag wollen sie in der Innenstadt sowie an anderen Orten, die bei Schnee gefährlich werden können, unterwegs sein. Anwohner sollten ihre Autos für ein paar Stunden insbesondere aus dem Innenstadt-Bereich wegfahren, um den Traktoren das Rangieren zu erleichtern.

„Vielleicht reicht ja jemand einen heißen Kaffee oder Tee an die Räumteams raus“, regte Sprecher Lothar Dietrich an. (Jan Trieselmann)

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