Tief Egon: Winterdienste durchweg im Einsatz 

Schulbus in Graben gerutscht 

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Tief Egon sorgt für Behinderungen auf den Straßen: Rutschige Fahrbahn hier auf der B83 beim Kelzer Teich.

Grebenstein. Ein Schulbus ist am Freitagmorgen in einen Graben gerutscht. Mit Schotter und einem Lkw konnte man ihn schließlich wieder herausziehen. 

Tief Egon sorgt vor allem auf Straßen für Probleme. So auch gestern, als ein Schulbus bei Grebenstein Richtung Westuffeln in Höhe Friedrichsthal von der Fahrbahn abkam und im Graben landete. Laut Polizei kam der Bus gegen 8 Uhr aufgrund der Schneeglätte von der Fahrbahn ab. Im Bus waren nach vorläufigen Angaben 45 Kinder, die von ihren Eltern abgeholt wurden. Zur Zahl der Verletzten gab es unterschiedliche Aussagen: Laut Polizei waren keine Kinder verletzt worden, eine Mutter berichtete von leichten Verletzungen ihrer Tochter. 

Weil der Schulbus durch den rutschigen Boden im Graben feststeckte, organisierte die Firma Bonte einen Lkw, der den Weg mit Schotter überstreute. Am Ende zog der Lkw den Bus wieder aus dem Graben. 

Geschäftsführer Michael Bonte erklärte zum Unfall auf Anfrage: „Unsere Fahrpersonale werden dazu angehalten, bei schwieriger Witterung den Verkehr einzustellen und an Ort und Stelle auf Besserung zu warten.“ Für den betroffenen Fahrer sei es der dritte Winter im Unternehmen gewesen.

Busse teilweise gestoppt 

Die chaotischen Wetterverhältnisse stellten Busunternehmen vor schwere Herausforderungen, sagte Sabine Herms, Pressesprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbundes NVV. Einige Unternehmen hätten einen kompletten Stillstand vermeldet, andere mussten ihren Dienst teilweise einschränken.

Ob Busse fahren konnten, war laut Herms unterschiedlich: „Die Fahrer müssen einschätzen, wie das Wetter wird, wenn sie auf Tour sind.“ Das sei so gut wie unmöglich, wenn sich das Wetter fast stündlich ändere. „Manchmal war innerhalb eines Zeitraumes von zwei Stunden völlig unklar, wie sich Situation entwickelt.“ Auch seien die Straßen nicht überall befahrbar gewesen. „Der Winterdienst konzentriert sich hauptsächlich auf Hauptverkehrsstraßen, aber wir bedienen bis ins letzte kleine Dorf“, sagt Herms, „da ist es nicht immer möglich, alles zu räumen und zu streuen.“

Winterdienste auf allen Straßen 

Tief Egon sorgte seit Freitagmorgen auch im Norden für starke Schneefälle. Die Situation ist allerdings regional sehr unterschiedlich, sagt horst Sinemus von der Straßenmeisterei in Espenau. „Heute morgen um 6 Uhr hatten wir im Kasseler Raum noch keine Probleme, während es im Bereich Gorbach und Bad Arolsen ununterbrochen heftige Schneefälle gab.“ Die Winterdienste seien durchweg im Einsatz. „Räum- und Streufahrzeuge sind auf allen Bundes-, Landes -und Kreisstraßen sowie Autobahnen in der Region eingesetzt“, so Sinemus.

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