Schulleitung an Heinrich-Grupe-Schule wieder vollständig

Sie schließen die Lücken: Martina Boye-Griesel (links), die stellvertretende Schulleiterin der Heinrich-Grupe-Schule, und Stefanie Kurzenknabe, Leiterin von Förderstufe und Gymnasialzweig. Foto: Dittrich

Grebenstein. Martina Boye-Griesel und Stefanie Kurzenknabe vervollständigen seit Februar das Leitungsteam der Gesamtschule in Grebenstein.

Mit Boye-Griesel als ständige Vertretung von Schulleiter Wolfgang Burghard und Kurzenknabe als Leiterin von Förderstufe und Gymnasialzweig ist das Team nach einem halben Jahr Vakanz wieder komplett. Beide Pädagoginnen kommen aus Nordhessen, Boye-Griesel hat allerdings einen mehrjährigen Abstecher nach Sydney gemacht.

Ihre Heimat hat sie vor der Jahrtausendwende mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Richtung Australien verlassen. Doch nach gut zwei Jahren kehrte sie schon 2000 wieder zurück. „Es ist eine interessante Erfahrung, mal selbst als Ausländerin im Ausland zu leben“, erzählt die 51-jährige Pädagogin, die damals dem Beruf ihres Mannes folgte. Seitdem unterrichtete sie an Schulen in Immenhausen und Kaufungen, seit 2011 ist sie außerdem Schulentwicklungsberaterin.

Die Leitungsposition in Grebenstein erbt die Mathe- und Französischlehrerin von Peter Irmer, der an die Albert-Schweitzer-Schule gewechselt ist. Boye-Griesel feiert in diesem Monat ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.

Ganztagsbetreuung, Inklusion - als Entwicklungsberaterin sind Boye-Griesel die Herausforderungen der Schulen vertraut. Grebenstein sieht sie auf einem guten Weg: „Wir sind hier praktisch mitten in der Umstellung“, urteilt die Pädagogin, „Inklusion wird hier bereits aktiv gelebt.“

Stefanie Kurzenknabe kann die Schule ebenfalls als Mutter betrachten. Es werde immer wichtiger, die Schule als Lebensort zu begreifen, sagt sie - umso wichtiger sind ihr daher offene Nachmittagsangebote und warmes Mittagsmahlzeiten. Die Lehrerin für Deutsch und evangelische Religion bezeichnet sich selbst auch als Gesamtschulkind, besuchte sie doch selbst die Gesamtschule in Immenhausen, bevor sie ihr Abitur auf der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) in Hofgeismar absolvierte. In Grebenstein unterrichtet Kurzenknabe seit 2002, die Förderstufe betreut sie seit 2004 und ab jetzt auch den Gymnasialzweig. Somit betreut die 40-Jährige die Schüler unter anderem bei der Einschulung, muss den Kontakt zu den anderen Schulen pflegen. Sie erbt die Position von Kerstin König.

Eines fehlt den beiden Frauen auf ihren neuen Posten: die eigene Schulklasse. „Man ist einfach näher dran an den Kindern“, sagt Kurzenknabe, „das fehlt mir.“ Auch Boye-Griesel hätte neben der Verwaltungsposition gerne eine „emotionale Heimat“.

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