Mit 84 noch am Ball - Gymnastik schweißt zusammen

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Starker Zusammenhalt: Allwöchentlich kommen die Gymnastikdamen von Udenhausen im Dorfgemeinschaftshaus zum Training zusammen. Seit 20 Jahren gibt es nun schon das Angebot der Volkshochschule im Ort.

Udenhausen. Die Udenhäuser Gymnastikfrauen machen seit 20 Jahren zusammen Sport - Das Ältestes Mitglied ist 84 Jahre alt.

Flink in Sporthose und T-Shirt schlüpfen, Schuhe einpacken und los geht’s. So halten es die meisten der Udenhäuser Gymnastik-Frauen, von denen viele schon seit Jahren allwöchentlich im Dorfgemeinschaftshaus etwas für ihre Gesundheit tun.

„Bei uns ist einfach alles schön“, sagt Brundhilde Engelhard, die seit 20 Jahren dabei ist. Genau seit zwei Jahrzehnten bietet die Volkshochschule das leichte Gesundheitstraining in Udenhausen an. Seit Beginn wird die kleine Gruppe von Heidi Hopf trainiert, die sich für jede Gymnastikstunde etwas Neues einfallen lässt.

Trainerin Heidi Hopf

„Erst machen wir uns warm und dann geht es an die Übungen“, so die Chefin der 15 Damen, von denen die Jüngste 56 und die Älteste 84 Jahre alt ist. Mit Bändern, Stäben und Bällen halten die Frauen ihren Körper in Schwung. „Und das Wichtigste: Bei uns ist immer Musik dabei“, verrät Engelhard. Und sollte die mal nicht funktionieren, dann sängen sie selbst.

Wenn auch viele Einheiten im Sitzen ausgeführt werden, so „sind wir nach der Stunde ganz schön kaputt“, sind sich die Teilnehmerinnen einig. Ja, früher, da hätten sie auch noch Klappmesser gemacht, doch das sei nun Vergangenheit. Auch wenn die Gruppe keine körperliche Höchstleistung vollbringt, so scheint die regelmäßige Gymnastik doch wichtig zu sein. „Wenn wir in den Ferien nicht zusammenkommen, fehlt etwas - das spüre ich sofort an meinem Körper“, sagt eine der Frauen. Jeweils zwei Kurse finden das Jahr über in Udenhausen statt. „Wir wechseln dabei stets ab - mal ist es Rücken-Fit, dann wieder die Ausgleichsgymnastik“, erläutert Hopf.

Grundsätzlich wird sich unter den Teilnehmerinnen geduzt, schließlich ist man über die Jahre zusammengewachsen. Natürlich wird die Zusammenkunft stets auch für einen kleinen Schnack genutzt, denn viele Möglichkeiten gibt es nicht, im Dorf aufeinanderzutreffen. Wer Geburtstag hatte, bringt etwas zum Naschen mit und auch Weihnachten gibt es eine kleine Feier. „In all den Jahren gab es unter uns Frauen noch nie Streit“, erinnern sich die 15. Dass sie auch die 25 Jahre voll bekommen, davon sind alle überzeugt - denn ihren Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus möchten sie nicht mehr missen.

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