Oberweser entscheidet über Windradplanung

Windkraft-Gruppe macht zu fünft weiter

Windkraftanlagen Windräder Windrad Windkraftanlage im Wald bei Manrode, Blick in Richtung Wka Richtung Lamerden und Diemeltal. Foto Thiele
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Windkraftanlagen im Wald: 20 Anlagen plant die EGR im Reinhardswald, was viele Kritiker aufgebracht hat. Die abgebildeten Anlagen stehen am Diemeltal. 

Grebenstein/Oberweser. Die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) macht in kleiner Runde weiter und nimmt keine neuen Gesellschafter auf.

Nachdem schon vier der zehn Gründungsmitglieder ausgeschieden sind, wird heute voraussichtlich auch Oberweser der EGR den Rücken kehren (19.30 Uhr, Gaststätte „Fährhaus Oedelsheim“, Fährstraße 13).

Dann wird die Genossenschaft auf fünf Mitglieder á 20 Prozent schrumpfen: Trendelburg, Grebenstein, Immenhausen, Fuldatal und der Unternehmer Ralf Paschold (Hofgeismar). Das haben die Mitglieder bereits entschieden. Wird Oberweser wider Erwarten doch an der Pojektierungsphase für 20 Windräder teilnehmen, beträgt der Anteil je 16,7 Prozent.

Die verbliebenen EGR-Genossen übernehmen gemeinsam 51 Prozent der zu gründenden Projektgesellschaft, in die sie den Pachtvertrag mit Hessen-Forst einbringen. 49 Prozent werden die Stromversorger EAM und Stadtwerke-Union Nordhessen halten.

Obwohl statt der geplanten eine Million Euro bisher nur 550 000 Euro an Bürgschaften eingesammelt sind, würden weder weitere Gesellschafter benötigt, noch müssten die verbliebenen Kommunen ein höheres finanzielles Risiko tragen, sagt EGR-Vorstand Kai Georg Bachmann. Die Kosten der Projektentwicklung seien großzügig kalkuliert, außerdem würde die Genehmigung deutlich günstiger als erwartet. Zusammen mit Fördergeld und den Anteilen der Stromversorger seien die Kosten für die Planungsphase gedeckt.

Die Austritte „seien zu akzeptieren“, sagte EGR-Vorstand Danny Sutor. Die Kommunen gäben aber jeden Einfluss auf die Windkraftentwicklung im Reinhardswald auf und hätten sich die Möglichkeit verbaut, Profit daraus zu ziehen. Bachmann betonte, dass im Reinhardswald auch ohne die EGR Windräder geplant würden – dann jedoch mit viel weniger Einfluss der Region. 

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