Zaunbatterie entwendet: Diebe brachten Pferde in Gefahr

Glück gehabt: Wallach Coolmore (Bild) und Stute Fatima sind nach dem Diebstahl der Autobatterie, die für Strom am Pferdezaun sorgte, auf der Wiese geblieben. Ein Ausbüchsen hätte laut Besitzer Tobias Krausbauer schlimme Folgen auf den Bahngleisen oder der Bundesstraße haben können. Foto: A. Fischer

Grebenstein. Über einen gefährlichen Diebstahl hat sich Pferdebesitzer Tobias Krausbauer aus Grebenstein geärgert.

Ihm wurde kürzlich die am Elektrozaun angeschlossene Autobatterie im Wert von rund 150 Euro, die die Pferde am Ausbrechen hindert, aus einer mit einem Schloss gesicherten Mülltonne gestohlen. Die Tat ereignete sich Freitag vergangener Woche am vielbefahrenen Radweg bei der Straße „Schinderberg“.

Reifenspuren auf dem Gras beim Eingang der Wiese deuteten auf eine schnelle Flucht mit dem Auto hin. An dem sich ebenfalls in der Tonne befindenden Weidezaungerät, das den Strom der Batterie an den Zaun weiterleitet, sei der Täter nicht interessiert gewesen. „Der oder die Täter waren offenbar Altmetallsammler oder haben dringend eine Autobatterie benötigt. Allerdings reicht die Batterie nicht mehr aus, um ein Auto zu starten, ist also möglicherweise gar nicht von Nutzen für die Täter“, vermutet Tobias Krausbauer. Die beiden Pferde befanden sich zum Zeitpunkt auf der Weide. Dass aus dieser vermeintlich harmlosen Situation eine sehr gefährliche hätte werden können, wussten die Täter offenbar nicht oder es war ihnen egal.

Nun möchte der Pferdebesitzer über die möglichen, teilweise gravierenden Folgen aufklären: „Bereits im Jahr 2004 gab es in Grebenstein auch schon so eine Situation, damals sind die Pferde allerdings ausgebüchst und es gab auf der Bundesstraße einen Toten. Nicht nur die Pferde sind also im Falle eines Ausbruchs durch den Zaun gefährdet, sondern auch die Menschen“, so Krausbauer.

Sein 16-jähriger Wallach Coolmore habe zum Glück nicht bemerkt, dass der Strom am Zaun fehlte und sei somit gemeinsam mit dem zweiten Pferd auf der Wiese geblieben. Dies gelte jedoch bei weitem nicht für alle Tiere.

Viele registrierten das fehlende Ticken des Stroms am Zaun und verschafften sich folglich mit dem Gang durch die Umzäunung die gefährliche Freiheit. Und selbst wenn man die Pferde wieder eingefangen bekommt, ohne dass etwas passiert: Das Hinterherrennen und Locken der Tiere sei eine mühsame Angelegenheit. Denn Pferde sind von Natur aus Fluchttiere, die bei Witterung einer Gefahr wegrennen.

Ein weiteres Problem: Wenn wirklich etwas passiert, muss der Diebstahl nachgewiesen werden, ansonsten wird davon ausgegangen, dass der Besitzer die Schuld am Ausbrechen der Tiere trägt. Aus diesem Grund habe er auch sofort eine Anzeige bei der Polizei aufgegeben, erzählt Krausbauer.

Inzwischen ist seine Pferdewiese mit einer Alarmanlage über Funk und Kameras gesichert, damit die Täter bei solch einem Vorfall beim nächsten Mal bestraft werden können.

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