In Wülmersen soll Robin Hood sterben – Vorbereitungen für Spielfilmdreharbeiten

Robin Hood: Vorbereitungen für Spielfilmdreharbeiten in Wülmersen

Besichtigung im Verlies: Der Gewölbekeller des Herrenhauses in Wülmersen soll das Gefängnis darstellen, in dem Robin Hood und seine Kompagnons gefangen gehalten werden. Claude-Oliver Rudolph (Mitte) wird den Hauptmann des Sheriff von Nottingham spielen, wieder einen Bösewicht. Mit dabei waren gestern (von rechts) : Doro Fellinger vom Wasserschloss Wülmersen, Produzent Oliver Krekel, Produktionsleiterin Anika Neubauer und Yvo Rene Scharf (Casting und Ausstattung). Fotos: Thiele

Wülmersen. „Das ist fantastisch hier. Für die Folterszene perfekt. An den Ringen in der Mauer kann man den Gefangenen fesseln, da müssen wir gar nichts mehr dazutun“, freut sich Regisseur Oliver Krekel und auch Schauspieler Claude-Oliver Rudolph (53) ist angetan von dem düsteren Gewölbekeller in der Wasserschlossruine Wülmersen.

Der spätestens mit dem U-Boot-Film „Das Boot“ (1981) zum Star gewordene Frankfurter Schauspieler ist seit 30 Jahren auf Schurkenrollen abonniert und er wird es sein, der Robin Hood quälen muss.

So jedenfalls steht es in dem Drehbuch, dass Oliver Krekel vom Digidream-Studio aus Habichtswald als Koproduzent und Regisseur im bevorstehenden Winter an nordhessischen Schausplätzen umsetzen wird.

Mal ohne Sonnenbrille: Claude-Oliver Rudolph

Die Geschichte um Robin Hood und Lady Mariann ist aber schon so oft verfilmt worden, dass man nicht noch einen Aufguss davon braucht, meint Krekel. Die Charaktere seien aber so spannend, dass man eine Version für das Fantasy-, Grusel- und Horrorgenre herausarbeite. Nach dem Drehbuch von Seán Lee wird Robin Hood kein perfekter Bogenschütze sein, seine Mariann erst auf Umwegen kennenlernen, nach der Gefangennahme durch den gewohnt bösen Sheriff von Nottingham flüchten, sich verletzen und sterben. Dann kommts: Eine Hexe erweckt ihn wieder zum Leben. Das soll auch mit Robins ebenfalls getöteten Freunden geschenen, doch ihm bleiben nur 48 Stunden...

Die Hauptdarsteller werden aus den USA eingeflogen, einige Deutsche sind aber auch dabei. „Ich arbeite gerade an mehreren Projekten und hier mache ich mit, weil ich gebürtiger Hesse bin“, sagt Claude-Oliver Rudolph zu seiner Motivation. Immerhin hat er schon in einem James-Bond-Film mitgewirkt. 1999 gab er den Colonel Akakievich in: Die Welt ist nicht genug. „Natürlich wieder als Bösewicht“, schmunzelt er. „Dabei“, so sagte Regisseur Oliver Krekel am Freitag bei der Drehortbesichtigung, „ist er der sympathischste Bösewicht, den ich kenne.“

Info: www.imdb.de

Hintergrund: Das Filmprojekt

Der Film „Robin Hood - Ghost of Sherwood“ ist eine deutsch-amerikanische Koproduktion mit einem Budget bis zu 400 000 Euro. Hauptdarsteller sind Tom Savini als Sheriff (From dusk till dawn, Dawn of the dead), Kane Hodder (Sieben, Freitag der 13.) und Andreas Pape aus Bad Arolsen, Wasserskiweltmeister von 2006 und vielfacher Horrorfilmdarsteller, als Robin Hood. Gedreht wird der Film vor allem in Wülmersen, Trendelburg, Wolfhagen und Ehlen. Die Weidelsburg war eingeplant, wegen des Baugerüstes schied sie aber aus.

Der Film wird digital und komplett in 3D-Technik produziert, was ihn deutlich teurer als eine normale Produktion macht. Außerdem werden besondere Anforderungen an Beleuchtung, Schärfentiefe und Brennweite gestellt, um den 3-D-Effekt nicht zu gefährden. (tty)

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