Kabelsalat im Auto, Knopf im Ohr: Anrufannahme durch Taste am Headset ist erlaubt

Telefonieren beim Autofahren Handy nicht in der Hand halten

Gesetzlich verboten: Wer am Steuer das Handy in die Hand nimmt, muss mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Foto: Archiv

Hofgeismar. Telefonieren während der Autofahrt ist nicht grundsätzlich verboten und auch möglich ohne den Einbau einer teuren Freisprecheinrichtung. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass das Handy, um ein Gespräch zu führen, nicht in die Hand genommen werden darf.

„Da kann man einfach den Lautsprechermodus einschalten, aber mittlerweile ist selbst bei den günstigsten Geräten meistens ein Headset im Lieferumfang inbegriffen“, sagt Stefan Ziermann, vom 789 Telefonshop in Hofgeismar. Der Kopfhörer hat im Gegensatz zum Lautsprecher eine bessere Sprachqualität.

Ein Headset funktioniert ähnlich wie ein Kopfhörer. Nur ist am Kabel zum Ohrstecker noch ein zusätzliches Mikrofon angebracht, dass die Kommunikation ermöglicht. Oftmals kann das Mikro mit einer Klammer direkt an der Kleidung befestigt werden. „Die recht preisgünstigen Telefonkopfhörer gibt es bereits ab 15 Euro“, sagt Ziermann. Wer den Kabelsalat im Auto leid ist, sollte etwas mehr Geld in eine Bluetoothfreisprecheinrichtung investieren.

Allerdings muss dann auch das Mobilfunkgerät diese Datenübertragung per Funk unterstützen. Hier hat der Autofahrer in einem Ohr eine Einheit aus Lautsprecher und Mikrophon, der über Funk die Sprachsignale des Handys überträgt.

Hände am Steuer lassen

Das Mobilfunkgerät muss nicht zwingend in einer festen Halterung im Fahrzeug installiert sein. „Wichtig ist nur, dass zur Benutzung nicht die Hände vom Steuer genommen werden“, sagt Sabine Knöll Sprecherin der Polizei Kassel.

Damit scheidet SMS schreiben in jedem Fall aus. Auch bei modernen Geräten mit Internetzugang dürfen weder während der Fahrt E-mails verschickt, noch im Internet gesurft werden. (kme)

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