Dieser Polizist malt mit den Hessentagsbesuchern

Kreativ: Polizeimaler Klaus-Michael Höbel (von links) malt mit Beate Suvalic aus Hofgeismar, Lilian Sterle und Franziska Kulle (beide Immenhausen). Foto: Hartung

Hofgeismar. Wer auf dem Hessentag einem Polizisten begegnet, der den Namen Höbel auf seiner Uniform trägt, der sollte auf den ein oder anderen lustigen Spruch gefasst sein.

Denn Klaus-Michael Höbel ist - wie er sich selbst nennt - „der lustigste Polizist Hessens“. Der 56-jährige Polizist und Maler aus Harbshausen hat zu seinem Stand beim Polizeibistro 20 Leinwände und Dutzende Tuben Acrylfarbe mitgebracht. Jeder Hessentagsbesucher kann Kunstwerke mitgestalten, die später zugunsten eines guten Zwecks versteigert werden sollen. „Es ist alles erlaubt. Aber es darf nichts zerstört werden“, erklärt Höbel, der normalerweise in Frankfurt Streife fährt. Lediglich Beleidigungen würde der Polizeimaler von den Leinwänden entfernen.

Seit 11 Jahren ist Höbel auf den Hessentagen als kreativer Polizist unterwegs. Mit dabei ist immer auch seine hölzerne Rührkelle, mit denen er immer wieder die vorbeigehenden Gäste veräppelt. „Eine gibt es für fünf Euro, wenn man zwei kauft, kostet eine zehn. Rabatt gibt es halt nicht umsonst“, ruft er einer Passantin entgegen und schwingt lächelnd die Kelle.

Höbel, der auch den Hessentags-Löwen bemalt hat, bezeichnet seine Aktion auf dem Landesfest als „integrative Malerei“.

„Die Leute können hier ja nicht nur malen. Nebenbei beantworte ich ja auch sämtliche Fragen zur Polizei.“ Er wolle das distanzierte Verhältnis zur Polizei durch seine lockere Art entschärfen. „Deshalb trage ich auch eine Narrenschelle über der Schulter.“

Höbel freut sich über die rege Beteiligung an seiner Aktion. Obwohl das Wetter nicht so richtig mitspielen wollte, seien am ersten Wochenende über 160 Leute an den Leinwänden zugange gewesen. Er rechnet mit etwa 700 Teilnehmern.

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