Hessentag und Innenstadtgeschäfte: Des einen Freud, des anderen Leid

Verkauft einen Döner nach dem anderen: Bei Imbiss-Betreiberin Yeliz Güler läuft es seit Beginn des Hessentags richtig gut. Foto: Beck

Hofgeismar. Der Hessentag hat auf die Geschäfte in der Innenstadt unterschiedliche Auswirkungen. Während die einen von zusätzlichem Betrieb sprechen ist in anderen weniger los.

Zu große Entferungen zu Parkplätzen sowie ein Überangebot an Einkaufsmöglichkeiten und Attraktionen - das sind Gründe, weshalb Einzelhändler beim Hessentag in Hofgeismar noch auf den großen Ansturm warten. So jedenfalls sagen sie es.

„Mit Beginn des Hessentags ist die Kundenfrequenz fast völlig abgebrochen“, sagt Ute Klier, Inhaberin des Fotogeschäfts Klier in der Innenstadt. Die gewohnten Einkaufswege der Menschen hätten sich ob der Parkplatzsituation und der vielen Besucher in der Stadt drastisch verändert, erklärt sie. „Aber das ist auch kein Wunder. Der Hessentag ist eine so tolle Veranstaltung, es gibt so viel zu sehen. Und wer will da schon noch Einkaufstüten schleppen?“

Ihr Mann Dieter vermutet, dass größere Einkäufe in der Stadt auf die Zeit nach dem Hessentag verschoben würden.

Aktuelles zum Hessentag auf Hessentag-Live.

Das sieht auch Margrit Immke vom Deko und Schreibwarenhandel Charly’s Floh in der Innenstadt so. „Die Leute kommen viel mit Bus und Bahn und kaufen deshalb nur das, was in die Handtasche passt.“ Schließlich kämen die Besucher in diesen Tagen wegen des Hessentags in die Stadt - und nicht, um anderweitig einzukaufen. So sei auch der Plan B ihrer Chefin schnell verworfen worden, die Mitarbeiterzahl während des Hessentags zu erhöhen. „Es ist nicht mehr los als sonst auch“, sagt Immke.

Auch im Uhrenhaus Otto hatte man sich auf einen Ansturm vorbereitet, der aber bisher ausgeblieben ist. Laut Martina Abel, Angestellte im Laden in der Mühlenstraße, wurde extra für den Hessentag die Mittagspause abgeschafft. Aber bislang habe sich das nicht so recht rentiert. „Einen Unterschied zu unserem normalen Tagesgeschäft vor dem Hessentag ist nicht zu erkennen. Vielleicht ist es sogar etwas weniger“ sagt sie.

Ganz anders ist die Stimmung bei Yeliz Güler, Inhaberin von Gülers Pizzaria und Imbiss. Ihr Laden brummt. Und nicht nur, weil er sich an der Hessentagsstraße Ecke Entengasse befindet. „Gegessen wird immer. Und bei uns momentan so viel, dass wir unsere Speisekarte mit gut 70 Gerichten auf 15 reduziert haben“, sagt sie. „Wir müssen momentan die doppelte Menge an Essen besorgen.“

Zufrieden ist auch Eva Kilian vom Discounter Tedi. „Wenn draußen viel los ist, ist das auch bei uns im Laden so“, sagt die Filialleiterin.

Was zum Hessentag getwittert wird

Der Hessentag und seine Geschichte

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.