Hessentag teurer: Stadt ist trotzdem im Plus

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Kostet mehr als geplant: der Hessentag.

Hofgeismar. Der Hessentag wird für Hofgeismar teurer als geplant: Das Defizit steigt um 620.000 Euro auf 1,72 Millionen Euro. Trotzdem geht es der Stadt offenbar finanziell gut.

Sie plant für 2015 erstmals seit dem Jahr 2009 wieder mit einem ausgeglichenen Haushalt. Zudem wurden finanzielle Altlasten von elf Millionen Euro abgebaut. Das erklärte Bürgermeister Markus Mannsbarth (SPD).

Ursache für die Hessentags-Mehrkosten seien höhere Ergebnisse bei Ausschreibungen, die für das Landesfest nötig seien. Dass das nicht den Haushalt sprengt, liegt auch an Einsparungen. Es gab „innerhalb der Verwaltung mehrere Runden, wo wir den Rotstift ansetzen mussten“.

Nun plant die Stadt sogar einen Überschuss von 2,8 Millionen Euro. Der ist dem Hessentag geschuldet, der mit Zuschüssen gefördert wird. Rechnet man den Hessentag heraus, bliebe zumindest im Haushaltsentwurf ein kleines Plus von 11.000 Euro.

Außergewöhnlich ist zudem, dass die Stadt für dieses Ergebnis keine Steuern oder Abgaben erhöhen muss. Im Gegenteil, man verhindere dadurch, dass man vom Land zu einer Erhöhung der Grundsteuer gezwungen werde. Ohne ausgeglichenen Haushalt hätte Hofgeismar die Steuer für bebaute Grundstücke von 350 auf 396 Punkte anheben müssen. Auch höhere Kindergartengebühren hätten wieder zur Debatte gestanden.

Außerdem will die Stadt Altlasten in Höhe von elf Millionen Euro abbauen. Dabei handelt es sich um das angehäufte Defizit, dass auch den Wertverlust von Gebäuden umfasst. Das Geld kommt aus nicht benötigten Rückstellungen für Kreis- und Schulumlage. Auch wenn die Stadt kein Minus erwirtschaftet: Für Investitionen könnten neue Schulden anfallen. So hat das Land Hessen für die Finanzierung von Hessentagsbauprojekten Darlehen über 3,5 Millionen Euro bereitgestellt. (gör)

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