Team 5 kümmert sich um Verkehr und Sicherheit

Kampf gegen das Verkehrschaos beim Hessentag

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Präsentierten gestern das vorläufig endgültige Verkehrskonzept für den Hessentag: Die Leiter der Projektgruppen Verkehr und Sicherheit (von links) Dittmar Knittel, Daniela Pfeiffer und Christian Lass.

Hofgeismar. „Da hat mich doch ein Hofgeismarer gefragt, wie er am 6. Juni um 12 Uhr mit seinem Auto zum Mittagessen kommt“, schmunzelt Dittmar Knittel.

Der frühere Polizeibeamte und jetzige Sicherheitsberater des Hessentags in Hofgeismar konnte zwar einen Tipp geben, doch eigentlich kümmert er sich mit dem Team Verkehr und Sicherheit um viel gravierendere Fragen. Nämlich: Wie wird ein Verkehrschaos beim Hessentag in Hofgeismar vermeiden?

Denn Organisation des Hessentags in Hofgeismar mit erwarteten Besucherzahlen von bis zu 800.000 Menschen in zehn Tagen, mehreren Großkonzerten im Festzelt und der Hessentagsarena sowie die Hessentagsstraße mit ihrer Vielzahl an Ständen und Aktionsflächen stellt eine große Herausforderung dar. Vor allem sind umfangreiche Regelungen zur Verkehrsführung zu treffen, ein Sicherheitskonzept zu erstellen und die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungskräften zu koordinieren.

Dazu wurde die Projektgruppe Verkehr und Sicherheit ins Leben gerufen, in der die Landes- und Bundespolizei, die Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdienste, der NVV und die Deutsche Bahn AG, der Landkreis Kassel, die Bundeswehr sowie die Sicherheitsdienste vertreten sind. Von Seiten der Stadtverwaltung werden sie von Daniela Pfeiffer und Christian Lass vom Ordnungsamt geleitet, ehrenamtlich ergänzt durch Dittmar Knittel, der umfassende langjährige Polizeierfahrung mitbringt. Auch die übrigen mitwirkenden Polizisten kennen Hofgeismar aus eigener Erfahrung.

Nur vermuten lässt sich, wie sich die Tausenden von Autofahrern verhalten, die Parkplätze suchen werden. Sie sollen schon frühzeitig auf die 12.000 extra angelegten Pkw-Stellplätze vor der Stadt geleitet werden.

„Es gibt allerdings immer welche, die glauben, dass sie Geld sparen können, indem sie auf Feldwegen oder in Wohnstraßen parken“, sagt Dittmar Knittel. Da werden Polizei und Sicherheitsdienste schon früh durchgreifen. Auf Wirtschaftswegen dürfen Pkw ohnehin nicht fahren oder Parken, in den Wohngebieten ist es nur für Anlieger und Firmenmitarbeiter mit besonderen Ausweisen erlaubt (siehe Kurz notiert). Jeder Autofahrer, der falsch parkt, um fünf Euro zu sparen, kann abgeschleppt werden und muss dann eine mindestens dreistellige Summe zahlen.

Aber auch die Hofgeismarer selbst, so raten Knittel, Pfeiffer und Lass, sollten überlegen, ob sie in der Hessentagswoche jeden Einkauf und Weg mit dem Auto machen müssen. „Man kann Einkäufe auch schon vorverlegen oder mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen“, meint Knittel. Wie es letztlich beim Hessentag aussieht, kann keiner vorhersagen, aber man will auf alles vorbereitet sein.

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