Wehren trotzen dem Virus

1300 Feuerwehrleute sorgen für Sicherheit im Kreisteil Hofgeismar

Feuerwehrleute bei einem Löscheinsatz in Reinhardshagen
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Feuerwehrleute bei einem Löscheinsatz in Reinhardshagen.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt auch Feuerwehrleute. Auswirkungen auf die Zahl der Mitglieder und die Einsatzbereitschaft hat das Virus im Altkreis Hofgeismar nicht.

Hofgeismar - 2019 gab es 1358 Feuerwehrfrauen und -männer in den Einsatzabteilungen der 45 Feuerwehren im Kreisteil. Diese Zahl blieb 2020 stabil. Das sagte Wolfgang Finis, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Hofgeismar, nach der ersten digitalen Verbandsversammlung. „Ich danke den Einsatzkräften für ihren Einsatz trotz der schwierigen Coronabeschränkungen“, unterstrich Finis in der Versammlung.

Die Zahl der weiblichen Mitglieder hat sich nach Feuerwehr-Angaben ebenfalls nicht geändert. 218 Frauen sind in den Einsatzabteilungen tätig. Sie machen 16 Prozent der Einsatzkräfte aus. Damit liege der Kreisteil über dem landesweiten Durchschnitt. Die Feuerwehrvereine im Kreisteil zählen insgesamt mehr als 10 000 Mitglieder in ihren Reihen.

2019 mussten die Brandschützer zu 672 Einsätzen ausrücken. Für 2020 hätten die Wehren einen leichten Rückgang registriert. Ob das daran lag, dass viele Menschen pandemie-bedingt zuhause waren, stehe noch nicht fest, sagte Finis.

Wolfgang Finis

Corona stelle die Jugendwehren vor besondere Herausforderungen, ergänzte der Verbandsvorsitzende. In den Kinderwehren sei die Arbeit derzeit schwierig. Mitglieder von Jugendwehren könnten sich digital per Zoom treffen. Die Arbeit verlange viel Kreativität von den Jugendleitern. Die Verantwortlichen hofften, dass die jungen Mitglieder trotz der Einschränkungen weiterhin dabei blieben.

Finis unterstrich, dass die 40 Jugendwehren die Basis für starke Feuerwehren seien. Deswegen fördere der Kreisfeuerwehrverband die Jugendarbeit intensiv. „Da ist das Geld gut angelegt“, sagte Finis. Aber derzeit sei auch das schwierig.

Ob die nächste geplante Verbandsversammlung – geplant für den 28. Mai in Holzhausen – als Präsenzveranstaltung oder wieder digital stattfindet, werde die weitere Coronaentwicklung zeigen. (Bernd Schünemann)

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