Junge Boten für alte Schätze

18 Schüler führen in den Ferien durch kulturelle Einrichtungen in Helmarshausen

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Sie werden durch die Krukenburg führen: Als Kulturbotschafterinnen werden Lisa Hagedorn, Elena Tabea Thum und Sabrina Schade (von links mit ihren Grimm-Heimat-T Shirts) Gäste durch die mittelalterliche Burg führen. Unser Foto zeigt sie mit Mitgliedern der Vereine, der Grimm Heimat und Bürgermeister Marcus Dittrich (rechts).

Junge Leute nutzen die Sommerferien gerne, um zu jobben. 18 Schülerinnen und Schüler aus der Region haben bereits eine ganz besondere Aufgabe gefunden: sie arbeiten als Kulturbotschafter für die Region. 

Auf der Krukenburg in Helmarshausen, im Generationenhaus Bahnhof Hümme und in der Alten Synagoge Vöhl werden jeweils sechs Jugendliche als Kulturboten eingesetzt. Ihre Aufgabe wird sein, Touristen und Besuchern über die jeweiligen Besonderheiten der Einrichtungen zu informieren. Dabei können sie erste Berufserfahrungen sammeln und gleichzeitig ihr Taschengeld aufbessern. Pauschal gibt es 600 Euro für den vierzehntägigen Einsatz. 

Gäste empfangen und Führungen übernehmen

Die jungen Leute haben sich mit der Geschichte der Orte befasst, werden Gäste empfangen und Führungen übernehmen. Ausgestattet mit Tablets, sollen sie auch in den sozialen Medien über ihre Arbeit berichten, „um damit eine neue Form der Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen, die insbesondere jüngere Menschen ansprechen soll“, sagte Daniel Teppe, Mitarbeiter der Grimm Heimat Nordhessen, bei der Vorstellung des Kulturboten-Projekts auf der Krukenburg.

Das vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit 100 000 Euro zu 100 Prozent geförderte Projekt aus dem Förderprogramm Landkultur soll die Identifikation der jungen Menschen mit ihrer Heimat stärken und gleichzeitig den Kultureinrichtungen neue Impulse geben. Ziel ist es auch, auf diese Weise den Kulturtourismus im ländlichen Raum Nordhessens zu beleben.

Für die Ferienjobs konnten sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren bewerben. Lisa Hagedorn, Sabrina Schade und Elena Tabea Thum sind im Gymnasium Beverungen auf das Projekt aufmerksam gemacht worden. Mit drei Mitschülern werden sie ab 13. Juli in Zweierteams die Krukenburg interessierten Gästen näher bringen.

Neue Ideen und eine Sogwirkung

Die Kulturboten für das Generationenhaus Hümme kommen aus der Gustav-Heinemann- und Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar. Beate Carl, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Generationenhaus, freut sich auf den Einsatz der jungen Leute. „Wir versprechen uns dadurch neue Ideen und eine Sogwirkung besonders für Jugendliche“, sagt Carl. Da passe es gut, dass man in diesem Jahr extra einen Raum für Kinder und Jugendliche eingerichtet habe.

Annedore Steinbrecher und Ulrich Schachtschneider vom Heimatverein Helmarshausen weisen darauf hin, dass die Krukenburg auch von vielen jungen Leuten besucht werde, die Gäste in der Jugendherberge seien.

„Wir freuen uns, wenn junge Leute von jungen Leute die Geschichte der Burg erzählt bekommen“, sagt Steinbrecher. Zudem entlaste das auch die Mitglieder des Vereins.

Die vielen Bewerbungen hätten gezeigt, „dass wir mit dem Kulturboten-Projekt den Nerv der jungen Zielgruppe getroffen haben“, sagt Ute Schulte vom Regionalmangement Nordhessen. Es stärke die Identifikation der Schüler mit ihrer Region.

Am Ende der Sommerferien findet eine Auswertung des Projekts statt. Im Herbst sollen die Ergebnisse dann vorgestellt werden.

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