GdP-Jahreshauptversammlung

200 Überstunden für jeden Polizisten der Station Hofgeismar

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Etwa 200 Überstunden schiebt jeder Polizeibeamte in der Station Hofgeismar durchschnittlich vor sich her. Das sagte Bernd Gerland, Vorsitzender der Kreisgruppe Hofgeismar in der Gewerkschaft der Polizei (GdP), in deren Jahreshauptversammlung.

Die neue Landesregierung hat eine bessere Personalausstattung in ihrer Koalitionsvereinbarung angekündigt: 1500 Stellen sollen im Polizeidienst geschaffen werden. Das hoben die Gewerkschaftssprecher hervor. Bei der GdP gibt es aber Bedenken, dass die Anwärterstellen besetzt werden können. Andere Bundesländer zahlten beim Einstieg in den Polizeidienst deutlich besser als Hessen. Das liege im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld.

Nur wenige wollen nach Nordhessen

Schwieriger werde die Besetzung freier Stellen auch, weil kaum noch Kollegen aus Südhessen nach Nordhessen wollten. Früher wurden Beamte aus der Region zunächst im Rhein-Main-Gebiet eingesetzt, bevor sie nach einigen Jahren zurückkehrten. Inzwischen arbeiteten dort viele Beamte aus anderen Bundesländern. Deswegen gebe es nur wenige, die nach Nordhessen wollen. Das Land überlege, Abgänger der Polizeischulen direkt nach Nordhessen zu schicken.

„Wir brauchen nichts mehr als gutes Personal, um unsere Kollegen zu entlasten“, erklärte Stefan Rüppelvon der GdP-Bezirksgruppe Kassel. Die Bezirksgruppe sei mit 2100 Mitgliedern die stärkste in Hessen. Sie habe auch mehr Mitglieder als die Bezirksgruppe Frankfurt, in deren Bereich deutlich mehr Polizisten arbeiten.

Das Polizeipräsidium sammle zur Überstundenbelastung noch Daten und nehme nach deren Prüfung Stellung, sagte gestern ein Sprecher. " 

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