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Rund 2000 Besucher bei der Weserbeleuchtung in Lippoldsberg

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Von: Tanja Temme

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Bunte Lichter über der Weser: Mit dem Feuerwerk endete die Weserbeleuchtung für viele noch lange nicht – bis weit nach Mitternacht genossen die Gäste den lauen Sommerabend am Weserufer in Lippoldsberg.
Bunte Lichter über der Weser: Mit dem Feuerwerk endete die Weserbeleuchtung für viele noch lange nicht – bis weit nach Mitternacht genossen die Gäste den lauen Sommerabend am Weserufer in Lippoldsberg. © Tanja Temme

Lippoldsberg. Wenn es an der Weser nach Zuckerwatte duftet und hohe Wasserfontänen in die Höhe schnellen, ist einmal wieder Weserbeleuchtungszeit in Lippoldsberg.

2000 Besucher wollten am Samstagabend die Veranstaltung am Flussufer nicht verpassen, welche mit Kirmesatmosphäre und Wasserspielen lockte.

Mit mehr als 50 Helfern stemmte der örtliche Feuerwehrverein das beliebte Spektakel, bei welchem man inzwischen auf die Schwimmkerzen im Fluss verzichtet. „Seit einigen Jahren lassen wir keine Kerzen mehr entlang der Weser schwimmen, da wir dafür nicht genügend Leute haben und stets einige Lichter im Wasser bleiben“, erklärte Peter Gottlob, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. 

Dies sei Umweltverschmutzung, welche sie nicht fördern wollten. Sowieso ist der Feuerwehrchef davon überzeugt, dass die meisten Gäste wegen des Feuerwerkes kämen. „80 Prozent sind heute hier, weil sie genau das nicht verpassen wollen“, ist sich der Lippoldsberger sicher.

Sommerabend am Fluss: Die Familien Rettberg und Derangowski hatten es sich auf einer Decke am Ufer gemütlich gemacht. Von hier aus hatten sie beste Sicht auf die Wasserspiele.
Sommerabend am Fluss: Die Familien Rettberg und Derangowski hatten es sich auf einer Decke am Ufer gemütlich gemacht. Von hier aus hatten sie beste Sicht auf die Wasserspiele. © Tanja Temme

Dass auch ohne Kerzenmeer ihre Weserbeleuchtung eine der Schönsten ist, davon ist Gottlob überzeugt: „Hier bei uns ist alles etwas kompakter - die Leute sind dichter zusammen und so kommt schnell Stimmung auf“, sagte er und meint damit den Wohnmobilstellplatz, wo das Event seit Jahrzehnten stattfindet.

Allerhand Attraktionen am Flussufer

Bevor der Nachthimmel in bunten Farben leuchtete, wurde den vielen Besuchern allerlei am Flussufer geboten: Da gab es Karussellfahrten für Kinder und Ältere konnten mit Pferd und Wagen den Ort erkunden. Auch für den kulinarischen Genuss blieben kaum Wünsche offen: Von frisch gebrannten Mandeln an der Zuckerbude über Crêpes und Würstchen bis hin zum edlen Moselwein und erfrischenden Cocktail reichten die Leckereien. Während sich ein Teil der Gäste gesellig an den Tischen und Bänken zusammengefunden hatte, waren es nicht wenige, die auf der Wiese am Wasser gemütlich beisammensaßen. 

Karussell und Zuckerbude waren auch dabei: Stella (links) und Ida genossen wie fast alle Kinder eine Zuckerwatte.
Karussell und Zuckerbude waren auch dabei: Stella (links) und Ida genossen wie fast alle Kinder eine Zuckerwatte. © Tanja Temme

„Von hier aus sieht man die Fontänen am besten und man ist ein wenig raus aus dem Trubel“, bemerkte Richard Rossel. Die Ausstattung für die Wasserspiele hatten sich die Veranstalter diesmal von der Feuerwehr aus Bad Karlshafen ausgeliehen. Diese hätten sich für ihre Weserbeleuchtung ein modernes Equipment angeschafft, welches sie mal ausprobieren wollten“, erklärte Gottlob. Mit Einbruch der Dämmerung spritzte so das Weserwasser in verschiedenen Formationen farbig beleuchtet in die Höhe.

Abends wurde das Weserlied mit der Trompete angestimmt

Was den musikalischen Part anbelangte, so setzte man auf Partymusik: Mit Ohrwürmern von Helene Fischer bis zu Jürgen Drews unterhielten die Original Moseltaler die Gäste, eine Formation, die weiß, wie man für Feierlaune sorgt. „Vom Volkstümlichen wollten wir etwas Abstand nehmen und die Moseltaler treffen wahrscheinlich den Geschmack vieler.“

Wie es schon seit mehr als 50 Jahren Tradition ist, wurde am späten Abend das Weserlied mit einer Trompete angestimmt. Dies war zugleich das Signal für das Feuerwerk. „Drüben im Wald sitzt jetzt sicherlich kein Vogel mehr auf einem Ast“, kommentierte einer der Besucher das lautstarke Farbenspiel, eine Darbietung die von bewundernden „Ahs“ und „Ohs“ begleitet wurde.

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