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270 Kinder kamen 2022 in der Kreisklinik Hofgeismar zur Welt

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Von: Hanna Maiterth

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Über drei Kreißsäle verfügt die Geburtsstation der Kreisklinik Hofgeismar. Einen davon zeigen die freiberufliche Beleghebamme Susann Erdmann und die Stationsleiterin Sonja Heinlee.
Über drei Kreißsäle verfügt die Geburtsstation der Kreisklinik Hofgeismar. Einen davon zeigen die freiberufliche Beleghebamme Susann Erdmann und die Stationsleiterin Sonja Heinlee. © Hanna Maiterth

Die Kreisklinik Hofgeismar ist eine von 43 in Hessen, die noch eine Geburtsstation hat. Hebamme Susann Erdmann und Stationsleiterin Sonja Heinlee erleben dort bewegende Geschichten.

Hofgeismar – Auf der Geburtenstation in der Kreisklinik Hofgeismar ist es ruhig. Stationsleiterin Sonja Heinlee gibt einen Einblick in die Gynäkologie und Geburtshilfe. In einem der zehn Patientenzimmern liegt eine erschöpfte Mama mit ihrem Nachwuchs. Im Schnitt werden drei bis fünf Frauen gleichzeitig betreut. In der kommenden Nacht wird die nächste Frau hier ihr Kind zur Welt bringen. Gut eine halbe Stunde nach Mitternacht geboren, wird es ein Weihnachtsbaby, wie Hebamme Susann Erdmann, wenige Tage später erzählen wird.

Neben Krankenschwestern und freiberuflichen Hebammen arbeiten in der Klinik auch die drei Gynäkologen aus der Hofgeismarer Frauenarztpraxis Joachim Kuhl, Tatiana Kontze und Jeanette Vocht. Sie haben dort außerdem Belegbetten und nutzen die Operationssäle. Damit ist die Station breit aufgestellt, sagt Heinlee.

Sie kommt vom Klinikum Kassel, war kurzzeitig in der Klinik in Helmarshausen und wechselte vor neun Jahren als Stationsleiterin nach Hofgeismar. „Es sind die freudigen Ereignisse, die wir hier pflegen“, sagt die 55-Jährige über die Geburtshilfe.

Familiäre Atmosphäre in Kreisklinik Hofgeismar wichtig

Die Kreisklinik Hofgeismar ist eine von 43 in Hessen, die noch eine Geburtsstation hat.
Die Kreisklinik Hofgeismar ist eine von 43 in Hessen, die noch eine Geburtsstation hat. © Hanna Maiterth

Das Motto laute entsprechend: „Bei uns wird Familie“. Geschätzt werde die familiäre Atmosphäre, sagt Erdmann. Die 54-Jährige arbeitet seit 1989 als Hebamme in dem Hofgeismarer Krankenhaus inzwischen als freiberufliche Beleghebamme. Vielen Frauen gefiele zudem die Größe des Hauses, in dem der Fokus eben nicht auf Masse gelegt werde. „Wir bieten individuelle Betreuung vor, während und nach der Geburt“, ergänzt Heinlee. Das wüssten die werdenden Mütter zu schätzen, wenn sie sich die Station anschauen und natürlich erst recht bei der Geburt. Das mache sich dann auch regelmäßig in „Fanclubs“ bemerkbar, wie die Stationsleiterin sie gerne nennt. Sie ist sichtlich stolz auf den Zuspruch der Patientinnen.

„Da läuft vieles über Mund-zu-Mund-Propaganda“, weiß Heinlee. Wenn die Frauen und ihre Partner zufrieden waren, spreche sich das rum. Aktuell kämen zum Beispiel viele Frauen aus Ahnatal und Habichtswald. In den vergangenen Jahren habe sich der Einzugskreis der Geburtsstation in Hofgeismar stetig erweitert.

Auch Stillberatung wird in der Kreisklinik in Hofgeismar angeboten

Geburt sei nicht das einzige Thema und daher höre das Angebot damit nicht auf. Zum Standard gehöre etwa auch die Stillberatung.

Gynäkologie im Kreis Kassel

Die Kliniken Hofgeismar und Wolfhagen gehören seit 2020 zum Verbund der Kreiskliniken Kassel - als Eigenbetrieb des Landkreis Kassel. In Hofgeismar sind die Gynäkologie und Geburtshilfe angesiedelt. Dort kümmern sich ein Team aus Fachärzten, freiberuflichen Beleghebammen und Pflegepersonal um die Patienten.

Während die Pflegekräfte 5,5 Stellen ausmachen, gibt es vier Hebammen und die drei Ärzte der Frauenarztpraxis Kontze und Kuhl aus Hofgeismar.

Gynäkologin Jeanette Vocht ist ausgebildete Stillberaterin. Dabei sei auch die Kommunikation schon eine Hilfe. „Die Frauen können sich in einer ganz besonders sensiblen Zeit die Sorgen von der Seele reden“, sagt Heinlee. Auch beim Umgang mit dem Nachwuchs stünden Hebammen und Krankenschwestern mit Rat und Tat zur Seite.

„Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Heinlee mit Blick auf die insgesamt acht Stellen, die der Personalplan hergäbe. Wie für Krankenhäuser und den Pflegebereich in dieser Zeit leider typisch würde natürlich immer Personal gesucht. Hebammen, Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern, Bewerbungen seien gerne gesehen. (Hanna Maiterth)

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