Geburtenrate 2018

288 Neugeborene registriert: Geburtenzahl in Hofgeismar weiter auf hohem Niveau

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Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren ging die Bevölkerungszahl im Kreisteil Hofgeismar kontinuierlich zurück.

Mit 56 260 hatte sie 2014 ihren Tiefpunkt erreicht. Doch seitdem zeigt der Trend wieder nach oben. Nach Auskunft des statistischen Landesamtes lebten Ende 2017 wieder über 57 000 Menschen hier.

Zu der Trendumkehr hat vor allem der Geburtenanstieg beigetragen. Das spiegelt sich auch in Hofgeismar wider. So wurden in 2018 in der ehemaligen Kreisstadt 288 Geburten registriert. Das waren nur drei weniger als 2017, dem vorläufigen Geburtenrekordjahr dieses Jahrhunderts.

Mit Abstand die meisten Frauen werden in der Kreisklinik entbunden. Hier erblickte auch Sven, das erste Neujahrsbaby, am Mittwochmorgen das Licht der Welt. Die Hebammen hier leisteten 260 mal Geburtshilfe. Die Geschlechterverteilung war gleichmäßig, 130 zu 130. 2017 zählte die Kreisklinik 291 Geburten.

Häufiger drei Kinder

Hofgeismars Standesbeamtin Petra Wolf beobachtet, dass inzwischen auch in deutschen Familien häufiger als früher ein drittes Geschwisterchen geboren wird. Dies insbesondere dann, wenn die Mutter nach einer Scheidung einen neuen Partner habe.

Bei Familien mit Migrationshintergrund seien drei und mehr Kinder wesentlich häufiger anzutreffen, sagt Wolf. Schwierig wird es für die Standesbeamten mit der Beurkundung von Neugeborenen häufig bei Geflüchteten. Nämlich dann, wenn die Eltern weder Pässe noch Heirats- und Geburtsurkunden vorlegen können. Dann stellt das Standesamt nach Rücksprache mit der Ausländerbehörde des Kreises einen beglaubigten Auszug aus dem Geburtsregister aus. In solchen Fällen erhält das Kind automatisch den Namen der Mutter. 

Während in der Kreisklinik Hofgeismar 2018 insgesamt 259 Geburten stattfanden, darunter eine Zwillingsgeburt, wurden in der Hebammenpraxis Storchennest 30 Mütter entbunden. Vereinzelt werden Frauen aus dem Kreisteil allerdings auch in Geburtshilfestationen in Kassel, Warburg, Höxter, Hann.Münden und Göttingen entbunden.

Emilia, Emily, Maja und Theo

Bei den Namen lagen im Standesamt Hofgeismar bei den Mädchen Emilia, Emily und Maja an der Spitze. Am zweithäufigsten wurde Frida gewählt, gefolgt von Ida. Jungennamen hatten diesmal mit Theo einen eindeutigen Spitzenreiter. Den zweiten Platz teilten sich Anton, Daniel, Felix, Jannes, Leon und Luca. Drittplatziert waren Noah und Paul. Exotische Mädchennamen waren Skylar und Kimi sowie Sydney und Bailey für Jungen.

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