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50 Jahre Sesamstraße: Das Krümelmonster hat die meisten Fans im Kreis Kassel

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Von: Daria Neu, Bernd Schünemann, Natascha Terjung

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Die Starfigur der Sesamstraße für viele Menschen im Landkreis Kassel: Das Krümelmonster ist vor allem für seine Schwäche für Kekse bekannt.
Die Starfigur der Sesamstraße für viele Menschen im Landkreis Kassel: Das Krümelmonster ist vor allem für seine Schwäche für Kekse bekannt. © DPA

Die Sesamstraße ist seit 50 Jahren auf Sendung. Wir haben Menschen aus dem Landkreis Kassel daher gefragt, welche besonderen Erinnerungen sie mit der Kindersendung verbinden.

Kreis Kassel – Das Krümelmonster ist für viele bekannte Gesichter im Landkreis Kassel ein echter Star aus der Sesamstraße. Während die einen charakterliche Parallelen feststellen, ist das blaue Wesen den anderen einfach nur sympathisch. Es sind zahlreiche Erinnerungen, die die Befragten mit den fiktiven Wegbegleitern ihrer Kindheit verbinden.

„Das war eine schöne Zeit damals“, sagt Kai Mellinghoff, Betreiber des Kinos in Wolfhagen. Er erinnert sich noch daran, als der erste Sesamstraßen-Film vor mehr als 30 Jahren im Kino lief. „Das war super, der Film kam unheimlich gut an.“ Der heute 57-Jährige hat im Kindesalter die Sesamstraße häufig bei seinen Großeltern geschaut. „Wenn die Sesamstraße im Fernsehen lief, war ich am Start“, sagt Mellinghoff und lacht. Einer seiner liebsten Charaktere ist Grobi, „weil er so wuschig ist“, meint Mellinghoff.

Sabine Wassmuth vom Quartier am Markt in Hofgeismar ist am meisten das Titellied „Wer, wie, was“, im Gedächtnis geblieben. „Da steckt unglaublich viel Wahrheit drin“, sagt sie. Wenn sie an die Sesamstraße denkt, kommt ihr sofort das Krümelmonster in den Sinn, „weil ich auch so gerne Kekse esse.“

Auch in der Kindheit von Holger Neumeyer hatte die Fernsehserie einen festen Platz. Der 53-Jährige ist Kämmerer in der Gemeinde Calden und beschäftigt sich zwangsläufig mit Zahlen. Auf die achtete er aber auch schon in seinen Kindertagen: „Mir war nie klar, warum einige der Figuren nur vier Finger hatten. Daran erinnere ich mich noch.“ Neumeyers Favorit war immer das Krümelmonster – weil es „Mengen an Keksen vertilgt hat“, erinnert sich der Caldener schmunzelnd.

Auch im Kreishaus in Kassel ist die Jubiläumsserie bekannt. Erste Kreisbeigeordnete Silke Engler hat zwei Lieblingsfiguren, erzählt sie: „Das sind ganz klar Ernie und Bert.“ Das kann sie auch klar begründen: „Das sind zwei absolute Freigeister, die mich von Anfang an begeistert haben“.

Bei mir steht das Krümelmonster an erster Stelle. Wenn ich heute einen Burger esse, verfalle ich häufig in diese Rolle.

Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel

Kreissprecher Harald Kühlborn hat ebenso Favoriten – wenn auch eher aus späteren Erfahrungen. „Bei mir steht das Krümelmonster an erster Stelle. Wenn ich heute einen Burger esse, verfalle ich häufig in diese Rolle“, erzählt er augenzwinkernd.

Für den katholischen Pfarrer Martin Schöppe aus Hofgeismar steht ebenso fest, dass Krümelmonster auf Platz eins unter den Sesamstraßenfiguren ist. „Das ist ja mal eine erheiternde Anfrage“, sagt er und lacht. Als Kind habe er mit seiner Familie zeitweise in den USA gelebt, dort hat die „Sesame Street“ ihren Ursprung und war dementsprechend ebenfalls ein Klassiker im Fernsehen. „Das Krümelmonster war irgendwie immer da – und es war verlässlicherweise immer auf Kekse aus.“ Schöppe sieht darin – wenn auch mit einem Augenzwinkern – einen tieferen Sinn: „Am Ende geht es doch genau darum, dass man im Leben genug zu futtern hat.“

Auch in Sachen Freundschaft, Familie, Zusammenleben und Geschlechterrollen habe die Sesamstraße einen wichtige pädagogischen Auftrag erfüllt und das Werteverständnis von Kindern geschult.

Ernie und Bert sind die zwei Lieblingsfiguren von Hofgeismars Bürgermeister Torben Busse. „Als Erwachsener merkt man erst mal, wie viel Pädagogik in der Sesamstraße steckt.“ Gerade in den Dialogen zwischen Ernie und Bert sei das zu spüren. Wichtige Themen wie Freundschaft würden in fast jeder Folge beleuchtet. Und witzig sei das Ganze eben auch noch. Busse erinnert sich auch an andere Figuren, die er in seiner Kindheit sympathisch fand: „Herrn von Bödefeld fand ich früher auch immer super, heute wäre er mir wahrscheinlich zu affektiert.“ (neu/ter/ber)

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