Bürger nutzen ihn 

In Hofgeismar ist 500-Euro-Schein immer noch gefragt

Hofgeismar. Die Politik will ihn abschaffen, doch die Bürger nutzen ihn häufiger als die meisten denken: den 500-Euro-Schein.

Etwa 100.000 bis 200.000 Euro zahlt allein die Grebensteiner Stadtsparkasse in 500-Euro-Scheinen an ihre Kunden aus - pro Woche.

Während ein Großteil der Geschäftswelt immer stärker auf den bargeldlosen Zahlungsverkehr setzt, hält die Liebe der Bürger zum Baren offensichtlich weiter an. Vor allem für den Autokauf, so die Erfahrung von Bernd Uwira, der für die Kasse bei der Stadtsparkasse zuständig ist, würden die großen Scheine häufig nachgefragt. 

Die Erfahrung hat auch die Raiffeisenbank in Calden gemacht. „Eigentlich dachte ich, diesen Schein würde kaum jemand nutzen, aber in dem Bereich wird er von Kunden immer noch nachgefragt“, weiß Vorstandsvorsitzender Werner Kolle. „Dass Kunden bar bezahlen - und dann auch mit 500-Euro-Noten - kommt immer mal wieder vor“, heißt es auch bei befragten Autohäusern.

Doch auch sonst, wenn größere Anschaffungen, beispielsweise bei der Wohnungseinrichtung, getätigt werden, gibt es einige, die nicht zur EC-Karte, sondern zum Bargeld greifen. Und noch einen dritten Sektor gibt es, bei dem der gorße lila Geldschein zum Einsatz kommt: In der Gastronomie bei Familienfeiern. 

Hier sei die Zahl zwar überschaubar, aber es komme immer wieder einmal vor, so Klaus-Peter Vogt von der Grebensteiner Stadtsparkasse, dass, überwiegend ältere Leute, den 500-Euro-Schein wünschen, um die Feier zum runden Geburtstag anschließend bar zu bezahlen.

Für eines freilich wird er nicht nachgefragt, sagt Werner Kolle: Für den Sparstrumpf zu Hause: Menschen, die Bargeld zu Hause aufbewahren, weil sie möglicherweise den Geldinstituten nicht ganz trauen, wünschen kleinere Scheine. Kolle: „Unterm Kopfkissen, wie man so sagt, liegen 50- oder 100-Euro-Scheine.“

Rubriklistenbild: © dpa

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