Ein Ausprobieren für alle Beteiligten

70 Schüler kehren morgen in die Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar zurück

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Noch ist es ruhig: Ab morgen begrüßen die Lehrer der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar ihre Schüler wieder.

Die Rückkehr in die Schulen während der Corona-Pandemie stellt Lehrer und Schüler vor eine Herausforderung. Auch das Kollegium der Förderschule in Hofgeismar spürt dies deutlich.

„Besonders bei uns ist das eine sensible Situation, denn manche der Kinder haben eine geistige Behinderung, kombiniert mit einer körperlichen“, sagt David Schlesinger, Leiter der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar. 20 Klassen gibt es an der Förderschule, 15 davon starten am Montag wieder mit dem Unterricht – das sind rund 70 Schüler.

Den normalen Stundenplan wird es allerdings erst einmal nicht geben. „Es ist ein Ausprobieren. Wir müssen die Hygiene- und Abstandsregeln vermitteln und den Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz“, erklärt Schlesinger. Wenn das alles klappt, dann könne man wieder mit dem Unterrichten in Deutsch und Mathe beginnen. „Fächer wie Musik und Sport sind untersagt, genauso das gemeinsame Kochen. Aber Ausflüge mit Fahrrädern in den Wald können unternommen werden“, berichtet der Schulleiter.

Alle Eltern über Vorkehrungen informiert

Damit am Montag die Schüler der Klassen vier bis 14 wieder in ihre Klassenräume dürfen, bedurfte es im Vorfeld einer genauen Planung. „Wir haben alle Eltern angerufen und ihnen mitgeteilt, welche Vorkehrungen wir innerhalb des Schulgeländes getroffen haben“, sagt Schlesinger. Im Kollegium wurde alles durchdekliniert: Bustransfer, Hygiene, Abstand, Wege im Gebäude – eben alle wichtigen Dinge. „Wir haben uns für das Einbahnstraßenprinzip entschieden, damit sich die Schüler nicht in die Quere kommen“, schildert Schlesinger diese Maßnahme.

Obwohl in jeder Klasse nur rund acht Schüler sind, werden diese in zwei Gruppen aufgeteilt. Das liegt laut Schlesinger an den „doch zu kleinen Klassenräumen, in denen sonst der Abstand nicht gewahrt werden kann“. Dort werden die Kinder an zwei Tagen in der Woche unterrichtet, also die Gruppen über die fünf Tage verteilt, von 8 bis 12.35 Uhr.

David Schlesinger, Schulleiter

Busfahrplan neu durchdacht

Und auch über das sensible Thema Transfer machten sich Schulleitung und Lehrkräfte Gedanken. „Die Schüler werden in Kleinbussen gebracht. Inklusive Fahrer dürfen aufgrund des Abstandes nur fünf Personen in den Bus. Außerdem besteht Maskenpflicht“, erklärt Schulleiter Schlesinger. Da wegen der Personenanzahl mehr Fahrten nötig seien, musste der Fahrplan neu durchdacht werden. „Wo es mit dem Transfer aus berechtigten Gründen nicht funktioniert, bringen die Eltern ihre Kinder zur Schule“, sagt Schlesinger und fügt hinzu: „Dafür gibt es dann eine Entschädigung vom Landkreis.“

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