Weniger Einsätze in Erstaufnahme

8500 statt 9500: Polizei Hofgeismar verringert Überstunden

Hofgeismar. Der Berg an Überstunden, den die Hofgeismarer Polizisten angehäuft haben, schmilzt, ist aber immer noch hoch: 8500 Überstunden haben sie noch zu Buche stehen.

Nach Angaben der Polizeigewerkschaft GdP liegt die Zahl der angelaufenen Überstunden für die Polizeistation Hofgeismar bei 8500 – das sind etwa 1000 weniger als vor einem Jahr.

Vor allem die Fahrten mit dem Streifenwagen zur damals mit über 1000 Menschen voll belegten Flüchtlingsunterkunft in Calden hatten damals für eine starke zeitliche Mehrbelastung der Ordnungshüter in Hofgeismar geführt. „Derzeit leben 230 Leute in der Unterkunft“, so der GdP-Bezirksvorsitzende Stefan Rüppel. Streifenfahrten der Kollegen seien daher kaum noch nötig. Wenn Beamte dort zu tun hätten, dann wegen Ermittlungen. „Wenn beispielsweise ein Ladendiebstahl in Kassel verübt wird und ein Verdächtiger in der Flüchtlingsunterkunft lebt, dann ist Hofgeismar zuständig“, schildert er einen Fall.

Zum Abbau der Überstunden auch beigetragen habe, dass die Landesregierung im vergangenen Jahr die Mittel aufgestockt habe, um diese Mehrarbeit finanziell abzugelten. Im Klartext: Manch Beamter ließ sich die Überstunden ausbezahlen. Reich wird man dabei aber nicht, sagt Rüppel. Bei einem Oberkommissar blieben netto, je nach Familienstand und Steuerklasse, elf bis zwölf Euro übrig. Dennoch begrüße die GdP diese Möglichkeit und hoffe, dass auch dieses Jahr genügend Geld dafür zur Verfügung stehe.

Erfreulich ist aus Sicht der Gewerkschaft, dass alle Stellen in Hofgeismar besetzt sind. Dass dennoch Überstunden anfallen, habe einen anderen Grund: Der Krankenstand ist vergleichsweise hoch. „Dort gibt es derzeit vier Langzeitkranke“, also Mitarbeiter, die länger als vier Wochen dienstunfähig sind. Da derzeit keine Urlaubszeit sei, könne der Personalmangel aber kompensiert werden. Insgesamt sind etwa 45 Beamte für Hofgeismar tätig.

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Rubriklistenbild: © dpa / Wolfram Stein

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