Stadt zieht Bilanz

Abrechnung für Hofgeismar: Hessentag lässt weiter Millionen sprudeln

Hofgeismar. 561 Tage nach Ende des Hessentags in Hofgeismar legte Bürgermeister Markus Mannsbarth  am Montag die endgültige Endabrechung vor.

Und die war durchaus positiv für die Stadt: Unterm Strich muss die Stadt für das zehntägige Landesfest 1,3 Millionen Euro drauflegen – 340.000 Euro weniger als ursprünglich kalkuliert. Die endgültigen Zahlen wollte man erst präsentieren, wenn alle Rechnungen und auch die Abrechnung mit dem Finanzamt vorlägen, begründete Mannsbarth den Zeitpunkt, 18 Monate nach dem Landesfest.

Die 1,3 Millionen seien aber gut investiertes Geld. Es habe nicht nur das „Wir-Gefühl“ der Hofgeismarer gestärkt, sondern auch zahlreiche Projekte angestoßen, von denen die Stadt immer noch profitiere. Damit meinte er nicht nur die drei Hessentagsprojekte Fußgängerzone, Bahnhofsneubau und Sanierung Marktstraße 5, die allein einen 6,5 Millionen Euro Zuschuss des Landes zur Folge hatten, sondern auch die Aufnahme in das Landesprogramm „Aktive Kernbereiche“, das auch in den nächsten Jahren noch einen siebenstelligen Betrag nach Nordhessen fließen lasse.

Und davon profitieren nicht nur die Stadt, sondern beispielsweise über Zuschüsse für Sanierungen von Gebäuden in der Innenstadt auch private Hausbesitzer. Etwa 40 mal, so Mannsbarth wurde das Programm von privater Seite schon abgerufen

Hinzu komme ein ungeheurer Werbeeffekt für die Stadt, so Hofgeismars Hessentagsbeauftragter Wilfried Eckart. Offensichtlichstes Beispiel: Der Wohnmobilstellplatz am Reithagen sei in diesem Jahr noch deutlich stärker frequentiert gewesen als vor dem Hessentag.

Und auch die Einwohner hier hätten heute noch etwas vom Hessentag: Der Kulturverein, der zahlreiche Veranstaltungen organisiert, sei in Folge des Landesfestes gegründet worden.

Der Hessentag in Zahlen

Der Hessentag vor eineinhalb Jahren in Hofgeismar hat 8,4 Millionen Euro gekostet. 3,5 Millionen übernahm das Land, 1,3 die Stadt. Die Einnahmen beliefen sich auf 7,1 Millionen. Gegenüber der ursprünglichen Planung war der Hessentag damit zwei Millionen Euro günstiger als ursprünglich kalkuliert. Das Konzept der kurzen Wege schlug hier vor allem durch und minderte die Kosten. Verlustbringer waren erwartungsgemäß die Großveranstaltungen mit einem Defizit von etwa 1,4 Millionen Euro. Diese Veranstaltungen sorgen aber für den überregionalen Werbeeffekt, der die Besucher in die Hessentagsstadt lockt. 750.000 kamen nach Hofgeismar. 15 Euro gibt im Schnitt jeder aus.

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