Zeugnisübergabe in Hofgeismar

Abschied für 53 Abiturienten an der Albert-Schweitzer-Schule

Zeugnisübergabe: ASS-Schulleiter Hagen Riedemann übergibt hier Lona Wiemers ihr Abiturzeugnis. Lehrerin Angelika Schreiner beglückwünscht ebenfalls ihre Schülerin zur bestandenen Prüfung.
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Zeugnisübergabe: ASS-Schulleiter Hagen Riedemann übergibt hier Lona Wiemers ihr Abiturzeugnis. Lehrerin Angelika Schreiner beglückwünscht ebenfalls ihre Schülerin zur bestandenen Prüfung.

Kein Abiball, keine Zeugnisübergabe mit allen gemeinsam: Auch an der Albert-Schweitzer-Schule prägte Corona das Abitur. Feierlich war es am Ende trotzdem, aber auch nachdenklich und reflektiert.

Kreis Kassel – Es ist der zweite Jahrgang, der in Coronazeiten sein Abitur gemacht hat: Im Landkreis Kassel erhalten in diesen Tagen insgesamt 518 Abiturientinnen und Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse. An der Hofgeismarer Albert-Schweitzer-Schule (ASS) war es gestern soweit. Die Feier war dabei, wie das gesamte Abschlussjahr, von der Pandemie geprägt.

Insgesamt sind es im Landkreis und in der Stadt Kassel zusammengenommen dieses Jahr 1380 Abiturienten, im Vorjahr waren es 1487, erklärte das Staatliche Schulamt auf HNA-Anfrage. Die Zahl der Abiturienten im Kreis ist dabei im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch: 2020 legten dort 517 Schüler ihr Abitur ab. In der Stadt Kassel ist hingegen ein sichtbarer Rückgang zu verzeichnen. Waren es dort voriges Jahr noch 970 Abiturienten, so werden diesmal 862 verzeichnet.

An der Hofgeismarer Albert-Schweitzer-Schule wurden am Donnerstag insgesamt 53 Abiturienten mit einer Feier verabschiedet. Oder besser gesagt: mit drei Feier-Abschnitten. So viele Durchgänge hatte Schulleiter Hagen Riedemann für die Zeugnisübergabe angesetzt, er wollte coronabedingt „auf der sicheren Seite sein“.

Obwohl aktuell eine gemeinsame Veranstaltung für alle Abgänger und deren Eltern möglich gewesen wäre, wurde der kleine Jahrgang aufgeteilt. Jeweils eine Stunde versetzt wurden erst zwei und zum Schluss ein Kurs in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet. „Als wir die Zeugnisübergabe geplant hatten, war eine gemeinsame Veranstaltung noch nicht möglich“, sagte der Schulleiter. Da jetzt die Zahlen langsam wieder in die Höhe gingen, habe er an dem Konzept festgehalten. Auch wenn wohl viele Schüler noch einmal mit dem gesamten Jahrgang zusammengekommen wäre, so schien dieses zumindest auf Veranstaltung dann kein großes Thema mehr zu sein. Schick gekleidet nahm man sein Zeugnis entgegen und verließ nach einigen Erinnerungsfotos schnell wieder das Gelände.

Dass die Stimmung insgesamt nicht so ausgelassen war, wie es wohl in Jahren ohne Pandemie der Fall wäre, machten manche Abgänger im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich. Eine große Abifeier oder ein Abiball mussten ausfallen. Dennoch hatte beispielsweise Aaron Bohle Verständnis für den kleinen Rahmen, auch wenn man sich mehr Normalität gewünscht hätte. Größer alle zusammen mit Eltern zu feiern, hätte er als unangemessen empfunden. (Matthias Müller, Clara Pinto, Tanja Temme)

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