Prüfungen an der Herwig-Blankertz-Schule unter strengem Hygienekonzept

Abschluss-Schüler in Hofgeismar müssen mehr Initiative zeigen

Das Bild zeigt den Altbau der Herwig-Blankertz-Schule am Standort Hofgeismar archiv
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Prüfungen finden wie geplant statt: Unser Bild zeigt den Altbau der Herwig-Blankertz-Schule am Standort Hofgeismar.

Prüfungsstress und zusätzlich eine Pandemie. Die Schüler der Herwig-Blankertz-Schule müssen eine schwierige Situation meistern.

Hofgeismar – Denn auch wenn aktuell der Schulalltag von Richtlinien und Hygienekonzepten beherrscht wird, stehen die Abschlussprüfungen an. 184 Auszubildende schreiben nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Kassel im Frühjahr ihre Zwischen- und Abschlussprüfungen an der Herwig-Blankertz-Schule. Im Sommer folgen rund 195 Prüflinge.

Dr. Dietmar Johlen, Schulleiter der Berufsschule mit Standorten in Hofgeismar und Wolfhagen, ist sich dieser Situation bewusst: „Da wir nicht nur den schulischen Teil der Ausbildung übernehmen, sondern auch Räumlichkeiten für einzelne Prüfungen zu Verfügung stellen, mussten wir ein Hygienekonzept entwickeln, um den Schutz der Schüler, Prüfer und Lehrkräfte zu gewährleisten“, erklärt der Schulleiter. Da die Prüfungen alle in Präsenz von der jeweiligen Kammer abgenommen werden, seien diese am Tag der Prüfung auch für das jeweilige Hygienekonzept zuständig. Die Konzepte seien allerdings vergleichbar, erklärt Johlen. „Bereits mit der Einladung zur Prüfung erhalten die Teilnehmer ausführliche Hinweise zu Hygiene- und Verhaltensweisen für den Prüfungstermin“, erläutert Andreas Nordlohne, Sprecher der IHK in Kassel.

Unterricht bevorzugt in Präsenz

Die Schüler der Abschlussklassen werden wegen der Prüfungsvorbereitung bevorzugt in Präsenz unterrichtet. Alle Abschlussprüfungen werden wie geplant geschrieben. „Es gibt auch keine Corona-Prüfung, der Umfang ist derselbe wie in jedem Jahr“, sagt Johlen. Den Schülern soll so bei späteren Arbeitgebern kein Nachteil aufgrund ihres Abschlussjahres entstehen.

Einen Prüfungszeitraum, wie man ihn von Real- oder Abiturprüfung kennt, gibt es an der Herwig-Blankertz-Schule nicht. „Da die Ausbildungen verschiedene Längen haben, werden die Prüfungen über das ganze Jahr geschrieben. Außerdem gibt es ja auch die Möglichkeit zu verkürzen“, erklärt Johlen.

Neue Situation gemeistert

Am Anfang des vergangenen Jahres musste die Schule wegen der Corona-Pandemie für einige Wochen schließen. „Das war eine neue Situation für alle. Daher ergibt sich von selbst, dass die Schüler viel Initiative zeigen mussten“, erklärt der Schulleiter. Er betont, dass die Auszubildenden und Lehrer vorbildlich mit der neuen Situation umgegangen seien.

„Im schulischen Teil der Ausbildung sind zwar alle Beteiligten aufgrund von Distanz- und Hybridunterricht vor neue Herausforderungen gestellt worden. Hierbei wurden aber auch wertvolle Erfahrungen für das Arbeiten in einer Kultur der Digitalität gesammelt“, sagt Johlen. Dies gelte auch für den betrieblichen Teil der Ausbildung, wie zum Beispiel aufgrund von Kurzarbeit und Homeoffice. „Die Vorbereitung ist deshalb sicher auch eine andere gewesen“, sagt Johlen. (Luisa Weckesser)

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