Abnahmen laufen teilweise anders ab

Abschlussprüfungen an Schulen im Kreisteil Hofgeismar verschoben

Abstand ist angesagt bei Prüfungen auch in diesem Jahr. Zurzeit absolvieren auch viele Schüler im Kreisteil Hofgeismar ihre Abschlussklausuren. Unser
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Abstand ist angesagt bei Prüfungen auch in diesem Jahr. Zurzeit absolvieren auch viele Schüler im Kreisteil Hofgeismar ihre Abschlussklausuren. Unser Foto zeigt eine Abiturprüfung in Ravensburg vom Vorjahr.

Die Rückkehr in den Unterricht mit dem Wechselmodell hat geklappt, sagen die Schulleiter im Kreisteil. Und auch das Hessische Kultusministerium schätzt dies so ein.

Kreisteil Hofgeismar - Wann auf die Klassen 1 bis 6 weitere folgen, bleibt nun abzuwarten. Dafür beschäftigen sich die Schulen schon mit einer Situation, die nicht mehr weit weg ist und bei manchen Schulformen bereits gestartet ist: die Abschlussprüfungen. Wir haben uns umgehört, wie diese in diesem Jahr ablaufen werden.

Heinrich-Grupe-Schule

An der Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein haben die Real- und Hauptschüler schon einen Teil der Prüfungen hinter sich gebracht, erklärt Schulleiterin Martina Boye-Griesel. Im Gegensatz zu den anderen Klassen waren die Abschlussklassen in diesem Schuljahr durchgängig im Präsenzunterricht. „Die Realschüler haben ihre Präsentationen schon im Dezember gemacht. Das ist aber nicht ungewöhnlich, denn diese müssen im ersten Halbjahr absolviert werden“, sagt die Schulleiterin. Auch die Hauptschüler haben ihre Projektprüfung schon geschafft, dieses Mal allerdings etwas anders. „Normalerweise arbeiten vier Leute an einem Thema und jeder stellt einen Teil vor. Sie stehen dann auch zu viert vor den Prüfern. Wegen Corona müssen sie das einzeln machen und allein im Raum sein – neben den Prüfern“, erklärt Boye-Griesel. Die schriftlichen Prüfungen, die normalerweise im Mai stattfinden, sind nur um drei Wochen in den Juni verschoben worden. „Dadurch haben die Schüler mehr Unterrichtszeit und können sich besser vorbereiten. Das gibt ihnen ein sicheres Gefühl und den Lehrern auch“, berichtet die Schulleiterin.

Albert-Schweitzer-Schule

Abweichungen wird es in diesem Jahr aufgrund von Corona auch bei den Abiturprüfungen an der Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar geben. Wie Schulleiter Hagen Riedemann auf Anfrage mitteilt, sind die schriftlichen Prüfungen eigentlich vor den Osterferien terminiert. „Doch da der Präsenzunterricht teilweise ausgesetzt wurde, verschieben sich diese und finden vom 21. April bis 5. Mai statt“, erklärt Riedemann. Der somit zusätzlich geschaffene Zeitraum verhelfe den Schülern zum Nacharbeiten von prüfungsrelevanten Unterrichtseinheiten. Auch die mündlichen Abnahmen verschieben sich: Sie sind vom 24. Juni bis 2. Juli geplant.

In diesem Jahr geht Riedemann gelassener an die Prüfungen ran als im vergangenen. „Das war für uns alles neu. Die Schüler mussten sich vorher in einer Schlange auf dem Schulhof aufstellen und mussten eine Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen. Ich denke, das wird auch dieses Mal so ablaufen. Wer selbst Erkältungssymptome hatte oder diese bei einem Familienmitglied festgestellt hat, der durfte nicht an der Prüfung teilnehmen“, erklärt der Schulleiter. Betroffene konnten und können auch in diesem Jahr die Prüfungen nachholen.

Käthe-Kollwitz-Schule

An der Förderschule in Hofgeismar gibt es laut Leiter David Schlesinger keine Abschlussprüfungen. „Die Berufsvorbereitung ist natürlich trotzdem ein wichtiges Thema“, berichtet er auf Anfrage unserer Zeitung. Normalerweise würden die Schüler Betriebspraktika absolvieren. „Das ist aber erst einmal zumindest bis zu den Osterferien aufgrund der Corona-Regelungen nicht möglich“, erklärt Schlesinger weiter. (Nela Müller)

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