Trauer um Onkel Timon

Ältestes Erdmännchen im Tierpark Sababurg mit zehn Jahren gestorben

Liebevoll: Timon kümmerte sich bis zuletzt um den Nachwuchs.
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Liebevoll: Timon kümmerte sich bis zuletzt um den Nachwuchs.

Trauer im Tierpark Sababurg: Das Erdmännchen Timon ist am Donnerstag, 29. Juli, an Altersschwäche gestorben.

Sababurg - Vier Tage vorher hatte er noch seinen zehnten Geburtstag gefeiert – ein hohes Alter für diese Tierart. Timon war mit Abstand das älteste Erdmännchen der aktuellen Kolonie. Doch schon an seinem Ehrentag war er nicht mehr so fit, wie die Tierparkverwaltung mitteilt: „Die Agilität fehlte ihm einfach. Er hat sich dann mehr und mehr in das unterirdische Höhlensystem der Erdmännchen zurückgezogen.“

Geboren wurde Timon im Tiergarten Worms. Seit Mai 2013 lebte er im Tierpark Sababurg und sorgte zusammen mit drei weiteren Artgenossen am Tag der Einweihung des Erdmännchengeheges gleich für Aufsehen: Anstatt sich den neugierigen Zuschauern zu präsentieren, zogen sie es vor, in ihren unterirdischen Bau abzutauchen – und dort für die nächsten Stunden zu bleiben. Doch im Laufe der Zeit wich die anfängliche Skepsis der Neugier und die Tiere wagten sich auch außerhalb der Fütterungszeiten an die Erdoberfläche und wurden zum Publikumsmagneten des Parks.

Erdmännchen Timon: Viel um Nachwuchs gekümmert

Dass Erdmännchen sehr soziale Tiere sind, hatte Timon noch in den letzten Wochen seines Lebens bewiesen, auch wenn sich in dem Zeitraum laut der Tierparkverwaltung sein Zustand schon verschlechterte. Immer wieder hatte er sich um den Nachwuchs von Weibchen Mara gekümmert, es liebevoll in den Arm genommen, mit ihm gekuschelt und gespielt. „Diese Aufgabe lag ihm wohl sehr am Herzen und er hat jede Sekunde davon genossen“, heißt es dazu auf der Facebook-Seite des Tierparks Sababurg. Ein Grund, weshalb er deswegen auch den Spitznamen „Onkel Timon“ verpasst bekam. Eigenen Nachwuchs hatte „der Sympathieträger“ allerdings nie. (Nela Müller)

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