Reaktionen auf Drohung des US-Präsidenten

AKG blickt gelassen auf Trump

+
Donald Trump im Cleveland: Wer in Amerika verkaufen will, soll auch dort produzieren, sagt der neue US-Präsident und droht mit Strafzöllen.

Hofgeismar. In der Bild-Zeitung hatte der neue US-Präsident den deutschen Autobauern gedroht. Von 35 Prozent Strafzoll war die Rede. Die Forderung Donald Trumps: Konzerne sollten in den USA produzieren, statt in anderen Ländern herzustellen und dann ihre Produkte in die USA zu importieren.

Nun ist AKG kein Autohersteller, sondern liefert Kühler und Wärmetauscher für Bahnen, Bagger und andere Fahrzeuge. Doch dass der Zorn Trumps irgendwann auch andere Branchen trifft, ist möglich. AKG allerdings erfüllt die Bedingungen des US-Präsidenten bereits: Das Unternehmen folgt der Produktionsstrategie „local for local“. Es hat Werke vor Ort aufgebaut, um Hersteller von Fahrzeugen rechtzeitig („Just in time“) und ohne Zölle zu beliefern. Zwei Werke hat AKG in den USA, in North Carolina und South Dakota.

Die Aussichten sind dort auch wirtschaftlich gut: „Wir erwarten einen um zehn bis 15 Prozent erhöhten Auftragsbestand in den nächsten sechs Monaten“, sagt AKG-Geschäftsführer Dr. Peter Friedrich. Daher beobachte man den US-Markt „ohne Aufregung“.

Wo es wirtschaftlich Sinn macht, weicht AKG von der Produktionsstrategie ab: Erfolgreich mit Produkten aus Hofgeismar ist man in Japan: Die neuen modularen Kühlmittelkühler für riesige Bergbaubagger stellte AKG 2014 öffentlich vor, ab 2018 laufen die ersten Serien an. Aufträge gab es von den japanischen Großkonzernen Komatsu und Hitachi. Jeder Auftrag soll Hofgeismar zehn Millionen Umsatz bringen. Und für die integrierten wassergekühlten Ladeluftkühler gibt es Aufträge von Liebherr und MTU.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.