Standort wird gestärkt

AKG verlagert Jobs nach Hofgeismar - Werksschließung in Süddeutschland

Hofgeismar. Der größte Arbeitgeber in Hofgeismar, die AKG, steht vor Veränderungen: Das Unternehmen schließt ein Werk in Süddeutschland, plant aber neue Arbeitsplätze und Umsatzsteigerungen für Hofgeismar.

Unter dem Strich sind die Aussichten für AKG gut. Und auch die Handelspolitik des neuen US-Präsidenten sieht der Hersteller von Kühlern und Wärmetauschern gelassen.

Ende des Jahres soll das Werk in Appenweiher (Baden-Württemberg) geschlossen werden. Dort lässt AKG für die Bereiche Baumaschinen und Schienenfahrzeuge schweißen und montieren. 75 Arbeitsplätze entfallen. Die Aufgaben werden bis September nach Hofgeismar geholt.

Ein Grund: „Wir wollen die Entwicklungszeit für Schienenfahrzeuge reduzieren“, sagt Geschäftsführer Dr. Peter Friedrich. 400 Kilometer Entfernung zwischen den Standorten seien hinderlich, „weil der Konstrukteur nicht mal schnell in die Montage laufen kann.“ Man wolle Durchlauf- und Lieferzeiten reduzieren. „Das ist auch eine Kundenforderung“, sagt Dr. Friedrich.

Der Schritt werde das Stammhaus stärken und mehr Umsatz nach Hofgeismar bringen. Das soll sich auch in Jobs niederschlagen. „Wir werden 25 neue Arbeitsplätze schaffen“, sagt Friedrich. Auch Mitarbeiter aus Appenweiher bekämen Angebote, nach Hofgeismar zu wechseln.

Während das Geschäft mit Kühlern für Baumaschinen in Europa eher schwierig ist, erzielt AKG Erfolge mit den Neuprodukten, die man in den vergangenen Jahren vorstellte: „Die schlagen sich richtig gut“, sagt Friedrich. Allein Erfolge am japanischen Markt könnten AKG in Hofgeismar ab 2018 ein Plus von 20 Millionen Euro Umsatz bringen. „Wir erwarten moderates Wachstum, sofern die Kundenplanungen realistisch sind und das Marktumfeld stabil bleibt“, sagt Friedrich.

In Hofgeismar beschäftigt AKG 800 Menschen, in Uslar 62.

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